GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Musgrove, Marianne
Titel Als Opa alles auf den Kopf stellte
Übersetzer / Originalsprache Haefs, GabrieleEnglisch
Illustrator Badstuber, Martina
ISBN 978-3-407-79971-5 Reihe
Verlag Beltz, Weinheim, 2010
Seitenzahl 136 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Die Schwestern Tahlia und Kenzie leben seit dem Unfalltod ihrer Eltern beim Großvater. Nachdem der jedoch eines Tages von der Leiter stürzt und nur noch Blödsinn macht, müssen sich die Mädchen etwas einfallen lassen, sowohl um Opa, als auch sich selbst vor dem Heim zu retten.
Beurteilungstext Seitdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind, leben die 11jährige Kenzie und ihre ältere Schwester Tahlia bei ihrem Großvater, der von den beiden liebevoll "Pirat" genannt wird. Den Mädchen geht es gut, wenngleich die häuslichen Verhältnisse eher unkonventionell sind: Opa lebt nämlich "auf Staatskosten, kann überhaupt nicht mit Geld umgehen (was sich ab einem gewissen Zeitpunkt im Monat deutlich auf die Ernährung niederschlägt) und vom Saubermachen und Aufräumen hält der alte Mann auch nicht gerade viel. Doch dann fällt der Großvater eines Tages von der Leiter und ist seitdem die meiste Zeit verwirrt und macht eigentlich nur noch Blödsinn. Den Schwestern ist rätselhaft, was mit dem alten Mann los ist; klar ist ihnen allerdings, dass sie seinen Zustand unbedingt geheim halten müssen, damit niemand auf die Idee kommt, ihn wohlmöglich in ein Heim zu stecken.
Ihrem Einfallsreichtum sind kaum Grenzen gesetzt!
Doch schon ist Lydia, ihre verheiratete Halbschwester zur Stelle, die meint, erst mal für Ordnung sorgen zu müssen. Nachdem der "Pirat" dann auch noch aufs Hausdach steigt, muss endlich für alle eine vernünftige Lösung her. Und tatsächlich kommt es dann zu einer, mit der letztendlich alle irgendwie leben können.

Die Autorin lässt Kenzie diese ungewöhnliche Familiengeschichte mit viel Witz und Humor aus ihrer Sicht erzählen. Zu keiner Zeit hat man das Gefühl, dass das Mädchen hier ihre häuslichen Verhältnisse zu beklagen hat, vielmehr steht die liebevolle Beziehung zum Großvater ganz weit vorn und alles andere ist halt wie es ist. Das Thema "Demenz" wird hier ebenfalls ganz unverkrampft angegangen und zum Schluss eine Lösung angeboten, die versöhnlich für alle ist.
Die Kapitel sind von überschaubarer Länge und jeweils zu Beginn mit einer lustigen Vignette versehen. Leser/innen ab 8 Jahren werden an diesem durchaus besonderen Buch bestimmt Vergnügen haben.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 BG, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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