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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
Vinke, Hermann |
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Titel |
Wunden die nicht ganz verheilen |
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Übersetzer / Originalsprache |
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Illustrator |
versch.Quellen |
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ISBN |
978-3-473-55210-6 |
Reihe |
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Verlag |
Ravensburger, Ravensburg, 2010 |
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Seitenzahl |
191 |
Preis |
19,95 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
Klassenlesestoff für Arbeitsbücherei |
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Medienart |
Buch: Hardcover |
Gattung |
Historische Erzählung |
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Zielgruppe |
12-13 14-15 16-17 ab 18 |
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Inhaltsangabe |
Das Dritte Reich wird aus der Sicht von Augenzeugen und Zeitzeugen in ihren eigenen Erlebnissen und Erinnerungen dargestellt. |
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Beurteilungstext |
Ein Buch, in dem man nicht ohne tief betroffen zu sein, lesen kann. Man muss sich Zeit nehmen, denn jedes einzelne Kapitel zwingt zum Nachdenken. Es geht um die Zeit des Nationalsozialismus und um Schicksale von ganzen Völkergruppen, um Juden, Soldaten, Flüchtlinge, Vertriebene, Gequälte, Geschundene, aber auch einzelne Personen, die zu dieser Zeit gelebt haben usw. In jedem Kapitel kommen Zeitzeugen zu Wort, die in dieser unvorstellbaren Zeit gelebt, gelitten, sich aber auch hervor getan haben, dem Hitlerismus Widerstand geleistet haben, aber auch gedient haben. Da wird von den olympischen Spielen berichtet, die ganz im Zeichen der Nazis standen. Über das Leben in den Führerhauptquatieren, den Widerstandsbewegungen und Menschen, die ihr Leben opferten (Scholl z.B.) um dem Wahnsinn ein Ende zu machen. Vom Ort der größten und grausamen Vernichtungen (Auschwitz) wird berichtet, von den Schicksalen der Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen, den Kindern des Krieges, aber auch den Bemühungen nach dem Krieg um Vergebung und Versöhnung. Stets kommen Augenzeugen und Betroffene zu Wort, die die damaligen Verhältnisse schildern und von ihren eigenen Schicksalen berichten (z.B. die Schriftstellerin Gudrun Pausewang). Mehr als 60 Jahre sind seither vergangen, Vieles ist in Vergessenheit geraten und junge Leser haben Schwierigkeiten, diese Alptraumgeschichten auch in Ansätzen nachvollziehen zu können. Bevor alles in Vergessenheit gerät, ist es dringend notwendig, dass die Menschen, die alles miterlebten noch zu Wort kommen, und dass ihre Wunden, körperlicher und psychischer Art, auch heute noch zur Kenntnis genommen werden. Ihre Erinnerungen sind kostbar, denn sie sollen die nachfolgenden Generationen nachdenklich machen, dass sich eine so überaus schreckliche Zeit nicht noch einmal wiederholen kann. Das Wissen um die geschichtlichen Fakten, was Diktatur bedeutet, ruft zur Wachsamkeit auf. Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah, aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon ermahnt Max Mannheimer die jungen Leser. - Die recht gut zu lesenden Texte werden von zahlreichen Bildern unterstützt und stützen die Vorstellung, sofern das überhaupt möglich ist. Jungen Lesern, ab dem 12. Lebensjahr, ist diese geschichtliche Dokumentation mit Nachdruck zu empfehlen. Lebendige Geschichtsbilder für den entsprechenden Geschichtsunterricht. |
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Bewertung |
sehr empfehlenswert |
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Rezensent |
HR, Rheinland-Pfalz |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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