GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Delfour, Julie
Titel Wildtiere
Übersetzer / Originalsprache Panzacchi, CorneliaFranzösisch
Illustrator Eydoux, Anne
ISBN 978-3-570-22053-5 Reihe Naturführer für Entdecker
Verlag cbj, München, 2009
Seitenzahl 63 Preis 5,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Naturführer
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
Inhaltsangabe In fünf Kapiteln werden heimische Raubtiere, Huftiere, Flattertiere, Insektenfresser sowie Nager und Hasentiere in Bau, Größe, Verbreitung und Lebensweise vorgestellt.
Beurteilungstext Dieser Naturführer für Kinder ist sehr übersichtlich aufgebaut, zumal dieser Aufbau in einer “Gebrauchsanweisung” zu Beginn erklärt wird. Darüber hinaus wird Licht in die biologischen Klassifikationen Klasse, Ordnung, Familie und Arten gebracht und die vorgestellten Ordnungen charakterisiert. Im folgenden Textteil hat jede Ordnung ihre eigene Farbe im Seitenlayout, der allgemeine Aufbau ist jedoch immer gleich. Kurze Texte ermöglichen eine schnelle Orientierung und wecken oft das Interesse, mehr über die vorgestellten Tiere zu erfahren. Realistische Zeichnungen geben einen Eindruck der visuellen Gestalt und helfen beim Erkennen in freier Wildbahn. Die Abgrenzung zu ähnlichen Tieren wird ebenfalls bildlich dargestellt, indem die Unterscheidungsmerkmale visualisiert werden.
Die Aufnahme der Ginsterkatze, die nicht in Mitteleuropa beheimatet ist, stört etwas, ist aber sicherlich dem französischen Original geschuldet. Alle anderen Tierarten kann man mehr oder weniger gut im deutschen Sprachraum beobachten, und für die Beobachtung ist der Naturführer ja geschrieben. Hilfreich dafür ist die Angabe der Monate und der Orte, in denen jedes Tier zu beobachten ist, die Einordnung als tag- oder nachtaktiv tut ein übriges.
Besonders bei den einzelnen Fledermausarten ergänzen sich die Informationen, so dass man über diese Flattertiere eine ganze Menge erfährt. Schade jedoch, dass nicht auf die Möglichkeit verwiesen wird, die Töne der Fledermäuse mit einem für Kinder geeigneten Detektor einzufangen und diese anhand des Lautbildes zu bestimmen. Die hier vorgelegte Bestimmung anhand des Baus ist fast nur möglich, wenn man die Tiere in einem Netz fängt und von nahem betrachtet; das macht man jedoch nicht allein, sondern nur mit einem Fachmann während einer speziellen Fledermausführung. Ansonsten bliebe nur die Einordnung nach dem Lebensraum.
Insgesamt jedoch ein sehr ansprechender Naturführer, der in die Expeditionstasche kleiner Naturfreunde gehört.
ape
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 sr, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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