GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schowe, Markus
Titel Unter der Totenkopfflagge
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Glazer- Naudé, Ludvik
ISBN 978-3-596-80914-1 Reihe
Verlag Fischer Schatzinsel, Frankfurt, 2009
Seitenzahl 448 Preis 8,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Paul ist ein Waisenjunge, weiß nichts über seine Eltern und lebt in London bei Farquhar und seiner Familie. Eines Tages soll er nach Wapping, einem kleinem Nachbardorf, gehen und etwas sehr Wertvolles für Farquhar abholen. Als er endlich ankommt, dämmert es schon. In dem kleinen Dorf ist es unheimlich. Komische Geräusche sind zu hören und auf einmal spürt Paul einen dumpfen Schlag…
Beurteilungstext Wenn man den Titel des Buches liest, denkt man eigentlich sofort daran, dass es ein Buch für Jungen sein muss. Dem ist allerdings nicht unbedingt so, denn das Buch beinhaltet alles, was ein gutes Jugendbuch für Mädchen und Jungen ausmacht, nämlich Spannung, Abenteuer und die komplizierte Angelegenheit genannt Liebe.
Der gut gelungene Piratenroman von Markus Schowe erzählt von einem 13-jährigen Waisenjungen, der von Piraten entführt wird.
Nachdem er sich von dem harten Schlag erholt hat, den er in dem Londoner Stadtviertel Wapping des Jahres 1718 erlitten hat, befindet sich Paul unter dem Deck eines Schiffes.
Es ist alles dunkel, er weiß nicht, wo er ist, und er spürt Fesseln um seine Handgelenke und seine Füße. Manchmal kommt ein Schiffsjunge herunter und gibt ihm zu essen und zu trinken.
Nach tagelanger Schifffahrt wird er von seinen Fesseln befreit, auf das Deck und danach auf ein anderes Schiff gebracht. Ein Piratenschiff.
Dort darf er sich zu seinem Erstaunen frei auf dem Deck bewegen und selbst Hand anlegen. So lernt er die Besatzung, den Umgang mit dem Schiff, Freunde und Feinde kennen.
Sein Tagesablauf besteht darin, Schiffe zu kapern und hart zu arbeiten.
Außerdem ist er den täglichen Gefahren ausgesetzt, die den Piraten drohen.
Nach und nach erfährt er durch das Verhalten der Männer, durch Hinweise und viele Fragen, warum er entführt wurde. Er ahnt, was die Piraten mit ihm vorhaben, und merkt, welche Rolle sein Vater bei der Entführung spielt.
Der Roman ist deswegen so gut gelungen, weil er so spannend und ergreifend erzählt, und die Handlung vollkommen unvorhersehbar ist. Außerdem gefällt mir sehr, dass am Anfang eines jeden Kapitels Vignetten und am Ende des Buches eine Schiffszeichnung von Hauke Kock eingefügt ist. Für Jugendliche, die nicht wissen, wo was an einem Schiff ist, ist die Schiffszeichnung mit den Beschriftungen und eine Liste mit Worterklärungen genau das Richtige.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 SK, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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