GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Dogar, Sharon
Titel Salzwassersommer
Übersetzer / Originalsprache Koob-Pawis, PawisWann ist es Zeit, ein Leben im Koma zu beenden?
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Illustrator
ISBN 978-3-401-06224-2 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2008
Seitenzahl 353 Preis 16,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Gattung  sehr empfehlenswert
Zielgruppe
Inhaltsangabe Wach auf, Charley, und wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann hab wenigstens den verdammten Anstand zu sterben."
Erst über den gedanklichen Austausch mit ihrem Bruder Hal kann Charley, die seit einem Jahr nach einem Unfall (oder Mordversuch?) im Koma liegt, loslassen und sterben.
Beurteilungstext In den drei Teilen des Romans wird die Geschichte der Charley und deren Familie erzählt. Der Schwerpunkt der Teile liegt einmal auf der Familie, bestehend aus Vater, Mutter, Charley, Hal und der kleinen Sara, dann auf dem 15-jährigen Hal und in Teil 3 auf der 17-jährigen Charley. Dennoch prägt das auch optisch gut erkennbare Zwiegespräch zwischen Hal und Charley den gesamten Roman. Es ist gut daran zu erkennen, dass Charleys Gedanken kursiv gedruckt werden.
Durch das Einsetzen eines Ich-Erzählers, hauptsächlich in der Figur des Hal, dominieren seine Gedanken die Handlung und reflektieren immer wieder seine Umwelt und besonders Charleys Ansichten vom Leben. Charley, die seit ihrem Unfall an der felsigen Küste von Cornwall weder leben noch sterben kann, bestimmt den einen Sommer von Hal und lässt ihn erwachsen werden. Erst als Hal herausgefunden hat, warum Charley im Koma liegt, kann sie sich in eine andere Welt verabschieden und er mit einem neuen Lebensabschnitt beginnen. Jetzt können sie, ihre Familie und Pete, ihre erste große Liebe, wieder Ruhe finden.
Die Gedanken des Romans sind so miteinander verwoben, dass man sie schlecht auseinander-pflücken kann.
Die Autorin schafft ein dichtes Geflecht von Handlungsträgern und verknüpft deren Gedanken sehr eng. Sprünge in den Zeitebenen und der Wechsel der Figur des Ich-Erzählers erschweren das Verständnis und setzen einen gewissen Reifegrad beim Leser voraus. Sie lässt die Gedankengänge jedoch logisch ineinander fließen und besticht durch eine ausgewogene, warme und anspruchsvolle Sprache.
Mit moralisch tiefgreifenden Fragen und deren Beantwortung hilft sie Heranwachsenden, die Welt besser zu verstehen. Solche Fragen sind:
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Bewertung

 Dogar, Sharon
Salzwassersommer
353 S., ill. v. ,
Arena
16,95
"Wach auf, Charley, und wenn du dazu nicht in der Lage bist, dann hab wenigstens den verdammten Anstand zu sterben."
Erst über den gedanklichen Austausch mit ihrem Bruder Hal kann Charley, die seit einem Jahr nach einem Unfall (oder Mordversuch?) im Koma liegt, loslassen und sterben.

Rezensent

 , Niedersachsen

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