GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schwindt, Peter
Titel Morland 2 Die Blume des Bösen
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-473-35312-5 Reihe
Verlag Ravensburger, Ravensburg, 2009
Seitenzahl 400 Preis 16,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantasy
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Im zweiten Band der Morland Trilogie sind die drei magisch begabten Jugendlichen Tess, York und Hakon auf dem Weg durch Morland, um mehr über ihre Eltern zu erfahren, bei denen sie nicht aufwachsen durften. Sie werden, genau wie ihre Helfer, verfolgt von den Eskatay, die sich ihre magischen Fähigkeiten zunutze machen wollen.
Beurteilungstext Im Januar 2009 erschien der erste Band, im Oktober der zweite und im März 2010 wird der dritte Band erscheinen. Peter Schwindt versteht es, die für das Verständnis wichtigen Informationen aus dem ersten Band so einzufügen, dass sie den Fluss nicht stören und auch den Leser, der den ersten Band kennt, nicht langweilen.
Die Protagonisten des Buches müssen sich trennen, da sie von der Geheimpolizei des Präsidenten Morlands gesucht werden. Die drei Jugendlichen sind die letzten Kinder, die in den vergangenen 15 Jahren geboren wurden und von Geburt jeder über eine andere magische Gabe verfügen. Das haben sie nur durch Zufall erfahren, denn sie wuchsen nicht zusammen und auch nicht bei ihren Eltern auf. Die andere Gruppe mit magischen Fähigkeiten sind die Eskatay. Sie bekamen diese Fähigkeiten durch den Kontakt mit einer magischen Blume. Dafür büßen sie ihre Fähigkeit zur Fortpflanzung ein. Präsident Begarell, ein Eskatay, will seine Macht ausweiten und entweder den Gist, den von Geburt an Magischen, ihr Geheimnis abjagen oder die Eskatay vermehren. Das Buch endet damit, dass durch einen Unglücksfall die gezüchteten magischen Blumen auf eine Stadt herabregnen.
In dem Buch sind vier Handlungsstränge miteinander verknüpft. Deshalb holpert das Geschehen etwas. Das Buch hebt sich für mich nur durch eine gut umgesetzte Idee aus der Vielzahl von Fantasieromanen hervor: Die Handlung spielt lange nach unserer Zeitrechnung auf einem von vielen vergangenen Generationen geplünderten Planeten. Nach einem großen Krieg vor Tausenden von Jahren, der die Menschheit fast vernichtet hat und mit ihr auch fast ihr gesamtes Wissen, ist die Bevölkerung nun fast am Ende. Zwangsarbeiter suchen bei Ausgrabungen nach Artefakten, die Wissenschaftlern helfen sollen, verloren gegangene Technologien zu rekonstruieren. Der etwas physikalisch gebildete Leser erkennt in der Krankheit "Koroba, die an vielen Stellen die Bewohner Morlands schwächt, die Strahlenkrankheit. Die Fotografie ist mit Hilfe von Silberbromidtafeln soweit entwickelt worden, dass man eine "Ambrotypie" herstellen kann. Über weite Strecken kann man sich nur mit dem optischen Telegrafen verständigen. Ich vermute allerdings, dass die Jugendlichen, für die diese Bücher geschrieben sind, die Geschichte der Physik soweit nicht kennen, dass sie diese Inhalte richtig einordnen können. Schade!
Mit vierhundert Seiten liegt hier zwar ein dickes Buch vor, aber die Schrift ist relativ groß, bei großem Zeilenabstand, sodass der Leser sich daran freuen kann, schnell voranzukommen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Ei, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund