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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
Hansi, |
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Titel |
Mein Dorf - Das Elsass, wie es einstmals war |
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Übersetzer / Originalsprache |
Tramm, Corinna / Französisch |
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Illustrator |
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ISBN |
978-3-8251-7639-6 |
Reihe |
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Verlag |
Urachhaus, Stuttgart, 2008 |
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Seitenzahl |
37 |
Preis |
19,90 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
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Medienart |
Buch: Hardcover |
Gattung |
Bilderbuch |
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Zielgruppe |
ab 18 |
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Inhaltsangabe |
Ein kleines Dorf im Elsass, beschaulich, voller Tradition. Es ist 1913 und das Elsass kämpft um seine Zugehörigkeit zu Frankreich. Der Karikaturist Hansi versucht mit seiner Deutschfeindlichkeit seine Heimat zu unterstützen. Ein Geschichtsbuch der etwas anderen Art. |
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Beurteilungstext |
Hansi, alias Jean-Jacques Waltz, war nicht nur ein elsässischer Grafiker und Heimatforscher, er war vor allem französischer Nationalist. Seine Zeichnungen stecken voller Verehrung der elsässischen Traditionen, seine Texte hetzen gegen das Deutsche. Die herzigen Zeichnungen idyllischer Dorfszenen, die auf den ersten Blick wie liebliche Postkartenmotive anmuten, entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als Motiv einer starken Germanophobie. Auch in seinen Texte schreibt Hansi unverhohlen seinen Hass gegen das Deutsche heraus. "Wenn man an einem Frühlingsabend mein Dorf dort liegen sieht mit seinen rauchenden Schornsteinen, seinem alten Kirchturm, dem Dorfplatz, wo der Freiheitsbaum noch grünt, (...) - sollte man da nicht meinen, dass das Leben in meinem schönen Dorf das größte Glück auf Erden ist? Allerdings - wenn nicht dort hinten, in der Hauptstraße, die erdrückende und vierschrötige Gestalt des Gendarmen erkennbar wäre ..." Und so geht es weiter. Der junge Lehrer, welcher den altehrwürdigen Franzosen ersetzen soll, streng, hochmütig, mit Gummikragen und einem "gequält ( ) und eingebildete(m) Hochdeutsch" hält er immer zu den Rohrstock in der Hand, "mit dem er die Kinder verdrischt, ausgenommen die des Gendarmen., die in Grün gekleideten Touristen von der anderen Seite des Rheins, "von Senf bis Spinat. Alles, außer dem Grün der Hoffnung." Und auch sie mit Arroganz und Hochmut, geringschätziger Miene, Maulerei und lästerlichen Reden. Die Gabe zur Satire ist Jean-Jacques Waltz nicht abzusprechen, doch wie weit darf Satire gehen? Mancher Historiker lobt noch heute die Kunst des Spottes und auch Benoît Bruant, Verfasser des Vorwortes, verweist auf die positive Wirkung dieses "Propagandainstrumente(s) der Alliierten". Für Bruant ist "Mein Dorf" in erster Linie das "Werk eines Aktivisten, der die grausame Herrschaft der Deutschen über das Elsass kritisch thematisiert. Eine kritische Auseinandersetzung jedoch sieht anders aus. "Mein Dorf" ist vor allem ein fremdenfeindlicher Text mit verharmlosenden Bildern, Literatur, die nicht ohne kritische Informationen zum Autor und seiner Zeit betrachtet werden sollte. |
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Bewertung |
nicht empfehlenswert |
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Rezensent |
ar, Bremen |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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