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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
Simoen, Jan |
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Titel |
Mamas |
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Übersetzer / Originalsprache |
Pressler, Mirjam / Niederländisch |
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Illustrator |
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ISBN |
978-3-473-35320-0 |
Reihe |
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Verlag |
Ravensburger, Ravensburg, 2010 |
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Seitenzahl |
119 |
Preis |
9,95 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei |
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Medienart |
Buch: Hardcover |
Gattung |
Kriminalerzählung |
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Zielgruppe |
12-13 14-15 |
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Inhaltsangabe |
Nathan, der in einem Verhörraum der Polizei sitzt, reflektiert seine durchlebten Ängste und seine Taten. Er prüft vor seinem Geiste, wie viel Berechtigung die Beamten haben, ihn so festzuhalten... es kommt alles auf den Tisch. Sein Leben, seine Eltern und deren Trennung, seine Beziehung zu Elke .... seine Straftat... ihr Selbstmordversuch... |
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Beurteilungstext |
Mit Mamas legt Jan Simoen einen Jugendroman vor, der in seiner Form ungewöhnlich erscheint. Dennoch verdichtet der Autor auf nur 119 Seiten die Geschichte von Nathan, der nach der Trennung seiner Eltern dabei ist, in die Kriminalität abzurutschen. Dominiert von Nathans innerem Monolog lässt Jan Simoen seinen Helden in seiner Verhörzelle bei der Polizei buchstäblich Blut und Wasser schwitzen und seine Verbrechen noch einmal reflektieren. Der Leser wird mit einer ganz hübschen Ansammlung kleinerer Delikte konfrontiert. Doch erst spät, im letzten Drittel, kommt Nathan zu der Tat, die ihn in diesen Raum brachte: sein brutaler Akt, den er an Elke verübte, dem Mädchen, das er wirklich geliebt hat. Er hat ihr mit seinen Freunden aufgelauert, eine Falle gestellt und ihr die Haare geschoren...um sie zu demütigen, weil sie ihn verlassen hatte. Elke begeht daraufhin einen Selbstmordversuch, so groß ist die innere Verletzung, die ihr Nathan mit diesem Willkürakt zugefügt hat. Hier beginnt für Nathan der Prozess des Überlegens, eine kleine innere Umkehr, denn dies war nicht beabsichtigt. Katalysator dabei ist die Rolle, die Nathan bisher seiner Mama zugedacht hat, die an dieser Stelle einen für beide Personen wichtigen und notwendigen Schnitt durchführt: Sie weigert sich, ihn von der Polizei abzuholen und sich für ihn einzusetzen. Sie zeigt Desinteresse und lässt ausrichten, dass Nathan nun groß ist und für sich alleine gerade stehen kann. Dies schockiert und befremdet ihn zutiefst, wiewohl er begreift, dass nun Zeit für eine Änderung seines Verhaltens und Lebens ist. Ein weiterer, geschickt eingesetzter Katalysator ist der bärtige Polizist, der Klartext redet, aber immer wieder von der Bildfläche verschwindet, um Nathan Zeit zu geben. Und da ist man auch schon am Ende. Nathan spricht zu seinem Spiegelbild, denn es ist niemand da, der ihm zuhört. Ein offenes Ende wie das einer Kurzgeschichte. Dennoch hat Entwicklung stattgefunden: auf engstem Raum in relativ kurzer Zeit. Realistisch. Praktisch. Gut. |
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Bewertung |
sehr empfehlenswert |
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Rezensent |
T-Lie, Thüringen |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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