GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Staebler, Gabriela
Titel Leoparden
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-8369-5237-8 Reihe Wilde Kinder
Verlag Gerstenberg, Hildesheim, 2009
Seitenzahl 47 Preis 9,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Großformatiges Foto-Bilderbuch Gattung  Sachbuch
Zielgruppe 8-9
10-11
6-7
Inhaltsangabe Beobachtungen aus dem Leben einer Leopardin und ihrer beiden Jungen.
In eindrucksvollen Bildern und durch sehr interessante, sach- und kindgerechte Texte erfährt der junge Leser etwas von den Erlebnissen junger Leoparden, über ihre Entwicklung und ihren Lebensraum.
"Wissenswertes von A bis Z" auf drei Seiten rundet dieses schöne Sachbilderbuch gelungen ab.
Beurteilungstext Die mehrfach international ausgezeichnete Naturfotografin Gabriela Staebler stellt in diesem Sachbuch eine Leopardin mit ihren beiden Jungtieren vor. Durch faszinierende, teilweise großformatige Farbfotos gewinnt der Leser und Betrachter interessante und spannende Einblicke in Leben und Lebensraum dieser weltweit geschützten Raubkatze. Die Jungen - ihr Spiel, ihre Pflege und Versorgung durch die Mutter, ihre zunehmende Selbstständigkeit - sind für Kinder natürlich besonders interessant. Doch nicht nur die "niedlichen" Jungtiere werden sie begeistern, sondern auch das elegante ausgewachsene Tier, seine Beutetiere und Feinde und nicht zuletzt die Landschaft des Masai-Mara-Naturreservats, in der alle diese Tiere leben.

Gabriela Staebler ist aber nicht nur Fotografin, sondern auch Autorin dieses Bandes sowie der gesamten Reihe bei Gerstenberg. Hierin liegt die ganz besondere Stärke und Ausdruckskraft dieses Buches begründet. Denn in ihren Texten verbindet die Autorin ihre Kenntnis der fotografierten Tiere mit ihren umfangreichen Erfahrungen und ihrem großen Wissen bezüglich des Lebensraumes Masai-Mara. Die Auswahl der Fotos und die lebendige, packende Erzählweise Staeblers ergänzen sich so gut, dass das Lesen und Betrachten dieses Buches einfach spannend ist, selbst für jemanden, der viele filmische Wildtierdokumentationen gesehen hat.
Es ist ein ganz besonderes Verdienst dieses Buches, dass die Härte des Überlebenskampfes -fressen und gefressen werden- sprachlich realistisch dargestellt wird, den Kindern in den Bildern aber blutige Details nicht zugemutet werden. Dies gewinnt besonders gegen Ende des Buches an Bedeutung,, wo gesagt wird, dass eins der beiden Leopardenjungen einem Löwen zum Opfer fiel. Doch was der Betrachter zu sehen bekommt ist das überlebende Junge, das sich an die Mutter schmieg, nachdem es den Bruder verloren hat. Auf diese Weise bleibt dem Leser die Möglichkeit, sich an der Schönheit der Tiere zu erfreuen, es bleibt seiner Fantasie überlassen, ob und wie sehr er sich mit dem Tod auseinandersetzen möchte.

Ein rundum beeindruckendes und sehr empfehlenswertes Buch!
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 bsh, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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