GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Nilsson, Frida
Titel Ich, Dante und die Millionen
Übersetzer / Originalsprache Buchinger, FriederikeSchwedisch
Illustrator Ulf K.
ISBN 978-3-8369-5268-2 Reihe
Verlag Gerstenberg, Hildesheim, 2009
Seitenzahl 142 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Detektivgeschichte
Zielgruppe 8-9
Inhaltsangabe Helge ist Bankangestellter und der Liebling seiner Chefs, weil er immer genau weiß, wie man armen Kreditnehmern das Geld aus der Tasche ziehen kann. Schließlich wird er sogar einer der Bankdirektoren. Doch das Glück hält nicht lange an, nachdem kurz nach seiner Ernennung ein Millionenraub in der Bank geschieht. Helge muss fliehen und wird in merkwürdige Abenteuer verwickelt.
Beurteilungstext In einer Art Prolog kündigt Helge, der Protagonist der Geschichte ein “haarsträubendes Abenteuer” und eine “Geschichte über Verbrechen, Lügen und lebensgefährliches Dynamit” an. Der Beginn erscheint dann auch typisch für eine Kriminalgeschichte: Helge wird zu einem der Bankdirektoren befördert und noch in derselben Nacht findet ein Millionenraub in der Bank statt - vom Dieb natürlich keine Spur. Dann wird Helge auch noch am nächsten Morgen sein Aktenkoffer - Symbol seines Status - von einem Straßendieb geraubt. Kaum in der Bank angekommen, verdächtigt die Polizei Helge, den Raub selbst durchgeführt zu haben und so muss die etwas naive Hauptfigur fliehen und landet auf einer Müllhalde. Ab diesem Zeitpunkt wird die Geschichte schleppend und das “Abenteuer” und den “Krimi”, auf den man sich als Leser eingestellt hat, fließt etwas gewunden dahin. Helge lernt Dante, eine freche Ratte, kennen und arrangiert sich im Laufe der Zeit mit ihr. Mithilfe eines Polizeihundes “undercover” finden sie schließlich den wahren Schuldigen und Helge wird rehabilitiert.
Leider verspricht der Prolog mehr, als die Erzählung hinterher wirklich hält. Der rote Faden - die geraubten Millionen - wird zwischendurch oft fallen gelassen und auch die Naivität des Protagonisten trägt nicht direkt zur Spannung bei.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 ahdz, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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