GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Riddell, Chris
Titel Herr Untermbett
Übersetzer / Originalsprache Holzwarth, WernerEnglisch
Illustrator Riddell, Chris
ISBN 978-3-8369-5274-3 Reihe
Verlag Gerstenberg, Hildesheim, 2010
Seitenzahl 32 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
0-3
Inhaltsangabe Tim möchte einschlafen, aber Herr Untermbett bittet höflich um eine Nacht in Tims Bett. Nach und nach kommen noch viele andere Gestalten aus Schränken, Schubladen und Kisten hinzu, bis Tim sich auf dem Fußboden zusammen rollt, weil sein Bett überfüllt scheint.
Beurteilungstext Die erste Ausgabe von “Mr Underbed” stammt aus dem Jahr 1986. Chris Riddell hat das Buch 2009 neu illustriert; 2010 kommt es nun als Übersetzung von Werner Holzwarth im Verlag Gerstenberg auf den deutschen Markt. Sehr klare ansprechende Illustrationen, die fast plastisch wirken, zeigen viele lustige Monster, an Tierarten angelehnt, aber fantasievoll verfremdet. Beginnt die Erzählung mit einem im Bett liegenden Tim, so endet sie mit einer Schar selig schlummernder freundlicher Monster in seinem Bett und einem auf dem Teppich schlafenden Jungen. Viel Handlung ist von diesem Buch nicht zu erwarten. Tim kann nicht schlafen, weil Herr Untermbett schnarcht und so beschließt er, seine Ohrenschützer zu holen. Dazu öffnet er eine Schublade und zwei neue Gestalten tauchen auf; Tim braucht seinen Bademantel und im Kleiderschrank wartet schon das nächste höfliche Monster. Köstliche Gestalten machen Lust auf das Betrachten. Das Bilderbuch ist gut geeignet, sich fröhlich mit dem Thema “Angst im Dunkeln” auseinanderzusetzen. Der Text ist auf das Wesentliche beschränkt. Wortspielereien in der Übersetzung erhöhen das Vorlesevergnügen: “Grobär” und “Liebär”, zwei aus dem Wandschrank auftauchende Bären, Elefant “Dickhaut” oder “Späßchen”- das Häschen aus dem Nachttischschrank. Die höfliche Anrede “Sie”, die von den fantasievollen Gestalten gewählt wird, schafft Distanz und legt nahe, dass Tim die Entscheidungsfreiheit behält. Vielleicht verspüren Kinder Lust, sich auch Gestalten auszudenken und zu zeichnen, die sich in ihrem Kinderzimmer versteckt haben könnten. Vor diesen lustigen Monstern wird kein Kind Angst verspüren. Auch wenn der arme Tim für eine Nacht aus seinem Bett “vertrieben” wird, so hat er doch die Bekanntschaft vieler netter Gestalten gemacht.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schr, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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