| |
GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
|
|
Autor |
Noyes, Deborah |
|
Titel |
Hannah in der Zeit der Tulpen |
|
|
|
|
Übersetzer / Originalsprache |
Stuart, Nicola / Englisch |
|
Illustrator |
Ibatoulline, Bagram |
|
ISBN |
978-3-941087-35-4 |
Reihe |
|
|
Verlag |
Jacoby & Stuart, Berlin, 2009 |
|
Seitenzahl |
32 |
Preis |
14,95 € (D) |
|
Ausführung |
|
|
Einsatzmöglichkeiten |
Büchereigrundstock |
|
Medienart |
Buch: Hardcover |
Gattung |
Bilderbuch |
|
Zielgruppe |
4-5 ab 18 |
|
Inhaltsangabe |
Hannahs Vater ist Tulpenspekulant im Holland des 17. Jh. Er hat wenig Zeit für die Tochter, doch jeden Abend spielen sie ihr Spiel. Den Vater drücken Sorgen, Hannah versucht sie zu vertreiben. Eines Tages bringt sie der Freund ihres Vaters ins Bett, der Maler Rembrandt. Am nächsten Tag ist der Vater arm: Die Börse krachte zusammen, aber Hannah versucht ihn mit Blumen aufzuheitern und verspricht, Bilder wie Rembrandt zu malen, damit sie davon leben können. |
|
|
|
|
Beurteilungstext |
Schon das Titelbild fällt ins Auge: ein kleines, altertümlich gekleidetes Mädchen steht inmitten einer Tulpenwiese und erinnert ein wenig an die Tauschbilder aus der Zeit um 1900: Satte Farben, realistisch, nicht aber fotogenau, Brauntöne, matt blauer Himmel. Die Vorsatzblätter zeigen dann eine Federzeichnung, Sepia auf braun-ockerem Grund, holländische Gebäude, eine Mühle, das erinnert an Rembrandt und seine Zeit. Locker der Strich, schnell nach der Natur skizziert. Dann folgen die Bilder, ganzseitig, dem Text gegenüber gesetzt. Die Texte mit großen, geschwungenen Versalien in Braun auf pergamentartigem Grund, die Bilder zeigen Genreszenen, die ersten noch dem Romantizismus verpflichtet, dazwischen dann wieder Federzeichnungen zur Handlung, dann ein De la Tour, es folgt eine Zimmerflucht nach de Hoogh, dann Rembrandt persönlich, wie er sich nie gemalt hat, es aber hätte tun können, dann folgt Vermeer. Was kann der Ibatoulline alles!
Inhaltlich kommt dann noch die Beschreibung des ersten Börsencrashs überhaupt, als die Tulpenhandelsblase 1637 platzte, die Spekulanten ruinierte. Damit ist dieses so altertümlich erscheinende Buch auch noch hochaktuell.
Damit ist endgültig klar, dass es sich nicht um die Zielgruppe der 4-6-Jährigen alleine handelt, sondern dass das Buch das Zeug hat, zu einem Standardwerk in der gesamten Familie zu werden und der Grundstock einer jeden Bibliothek. Verdient hat dieses Bilderbuch es jedenfalls.
Nur ein kleines Manko gibt es: Hannah schenkt ihrem Vater Gänseblümchen, gemalt wurden aber Margeriten. |
|
Bewertung |
sehr empfehlenswert |
|
Rezensent |
cjh, Berlin |
| |
in der AJuM Datenbank |
Ja |
|
|
|
| |
Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin. |
| |
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund |