GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Gurian, Beatrix
Titel Höllenflirt
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-401-06386-7 Reihe Die Arena Thriller
Verlag Arena, Würzburg, 2009
Seitenzahl 245 Preis 8,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Erzählung
Zielgruppe 14-15
16-17
Inhaltsangabe Als Toni Valle kennen lernt, ist sie völlig fasziniert von ihm. Sie möchte bei ihm sein und alles über ihn wissen. Sie ist auch bereit, auf eine Satansmesse mit ihm zu gehen. Dort erwarten sie jedoch einige unheimliche Überraschungen und Toni fragt sich: Was stellt diese Sekte mit Valle an? Soll sie ihm vertrauen oder ist das bloß ein verrücktes Spiel? Und wer verbirgt sich hinter dem mysteriösen “Meister des Zirkels”? Als Valle plötzlich spurlos verschwindet, beginnt ein Spiel um Leben und Tod.
Beurteilungstext Ein nervenraubender Thriller, der sehr packend und faszinierend ist und zunächst einmal undurchschaubar anmutet.
Drei verschiedene Erzählweisen stoßen in jedem Kapitel aufeinander und lassen den Leser unaufgeklärt zurück, da sie auf den ersten Blick keinen Zusammenhang bilden: Am Anfang jedes Kapitels befinden sich Ausschnitte eines Tagebucheintrages (die sich nach und nach wie bei einem Puzzle ergänzen lassen). Danach folgt die Handlung, in denen die Protagonistin oft Zeitsprünge macht und dadurch den Leser im Ungewissen lässt. Ergänzend dazu ist dann noch einige Male ein Brief von Valles Bruder beigefügt.
Im ersten Tagebucheintrag ist beispielsweise die Rede von einem Fuchs; in der Handlung erzählt Toni zuerst von ihrem Diebstahl und wechselt später abrupt zu dem Moment, als sie das erste Mal Valle begegnet. Der Brief hingegen scheint erst einmal überhaupt nichts mit den Geschehnissen zu tun zu haben und es wird auch erst später klar, dass sie von Valles Bruder stammen und wie er in die ganze Sache verwickelt ist.
Toni erfährt auch erst zum Ende hin, wer der mysteriöse “Meister” ist. Dank Roberts Tagebuch findet sie viel über Valles Vergangenheit und die satanistischen Pläne und Zukunftsvisionen heraus.
Als Erzählweise wurde eine Ich-Erzählung aus Tonis Sicht gewählt. Die Sprache ist lebendig, durchdrungen von wörtlicher Rede, oft umgangssprachlich geprägt und im Staccatostil (unvollständige Sätze), insgesamt aber gut verständlich.
Raum für ausführliche Charakterstudien bilden die Handlungspersonen: Die Charaktere sind sehr außergewöhnlich, wobei mehrere von ihnen in einer fiktiven Welt leben, in der Satan der Herrscher ist und in der sie mächtiger sind als alle anderen. Dabei verlieren sie jeglichen Kontakt zur Realität, weshalb sie für den Leser verständlicherweise sehr gewöhnungsbedürftig und ungewöhnlich erscheinen.
Toni selber ist zunächst fasziniert von diesen Gestalten, am Ende jedoch nur schockiert, da sie merkt, dass z. B. Robert, Tonis Ex-Freund, der Anführer des Zirkels, sich für den Satan höchstpersönlich hält und für seine Ziele bereit ist, jeden Preis zu zahlen!
Zu empfehlen als spannende Freizeitlektüre.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 Fe, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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