GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Henmo, Sverre
Titel Großer Bruder, kleiner Bruder
Übersetzer / Originalsprache Haefs, GabrieleNorwegisch
Illustrator
ISBN 978-3-446-23383-6 Reihe
Verlag Hanser, München, 2009
Seitenzahl 220 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 16-17
Inhaltsangabe Dies ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Adrians Leben ist nicht immer einfach gewesen, denn sein kleiner Bruder Tobias kam mit dem Down-Syndrom zur Welt und die Aufmerksamkeit der Eltern konzentrierte sich weitestgehend auf ihn. Zum Glück hatte Adrian aber immer Otto, seinen besten Freund, der die Last mit ihm teilte.
Beurteilungstext In Adrians Leben nimmt der kleine behinderte Bruder viel Raum ein. Nicht nur, dass sich das Leben der Eltern hauptsächlich um Tobias drehte und immer noch dreht, so hat auch Adrian eine ganz intensive Beziehung zu Tobias. Einmal in der Woche ist Tobias-Tag: Die beiden Brüder fahren gemeinsam mit dem Motorrad los und machen einen Ausflug. Adrian fühlte sich immer von den Eltern vernachlässigt und in seinem Elternhaus, mit seinen Eltern sehr unwohl. Zum Glück gibt es da Otto, seinen besten Freund, mit dem der Student eine Wohnung teilt. Otto bringt Schwung in Adrians manchmal etwas traurig scheinendes Leben. Immer wieder denkt sich Otto gesellschaftliche Experimente aus und bringt so seine Mitmenschen und auch immer wieder Adrian in Verlegenheit. Aber die beiden jungen Männer werden langsam erwachsen, spätestens, als beide Frauen kennenlernen und Verantwortung für eine Beziehung übernehmen müssen.
Sverre Henmo bietet mit Adrian eine wunderbare Identifikationsfigur für all jene, die sich auf dem Weg zum Erwachsenwerden manchmal hilflos und überfordert fühlen, aber manchmal auch unendlich frei. Adrian wünscht sich dringend Liebe, braucht aber seinen ganzen Mut, um einmal aus sich herauszukommen. Er wünscht sich ein besseres Verhältnis zu seinen Eltern, schafft es aber erst gegen Ende des Buches, ein paar freundliche Worte mit seinem Vater zu wechseln.
Neben diesen dargestellten Sorgen und Nöten, ist das Buch an vielen Stellen ausgesprochen witzig, denn Ottos gesellschaftliche Experimente machen richtig Spaß!
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 so, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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