GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Wildner, Martina
Titel Grenzland
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Wildner, Martina
ISBN 978-3-596-85376-2 Reihe Die Bücher mit dem blauen Band
Verlag Fischer Schatzinsel, Frankfurt, 2009
Seitenzahl 320 Preis 19,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Bei Agnes kommt alles zusammen: Stress mit den Eltern, der Schwester und jetzt auch noch mit ihrer besten Freundin. In dieser Situation wird sie in eine andere Wirklichkeit gezogen, die sie nicht will und die sie nicht beherrscht, der sie sich aber nur schwer entziehen kann. Sehr spannend.
Beurteilungstext Inhalt:
Die 15 jährige Agnes fühlt sich von ihren Eltern missverstanden. Ihre kleine Schwester strapaziert unentwegt ihre Nerven und zu guter Letzt benimmt sich ihre beste Freundin seit einigen Wochen sehr seltsam. Ihre langjährige Freundschaft scheint ins Nichts zu verlaufen, was Agnes besonders belastet.
Ihre einzige Hoffnung auf Ablenkung ist der Musiker Matti, welcher auf ihre Schule geht. Das Problem ist allerdings, dass sich nicht nur Agnes in ihn verliebt hat, sondern auch Jana.
Eines Nachts entdeckt Agnes einen Fernseh-Sender, auf dem eine kuriose Moderatorin sie anscheinend sieht und zu einem Spiel einlädt. Dieses Spiel verspricht, sie aus ihrem Alltag zu holen und auf eine aufregende Reise mitzunehmen.
Als es heißt, Matti würde dieses Spiel auch spielen und sie würde ihm durch die Teilnahme näher kommen, schreckt sie nicht einmal davor zurück, sich als "Aufnahmeprüfung" mit einem Messer zu schneiden .
Sie verletzt sich noch einige Male, um in diesem Spiel weiter zu kommen. Langsam aber sicher kann sie das Spiel nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden. Sie merkt kaum, dass es bald zu spät sein könnte auszusteigen.

Beurteilung:
Mit einer Geschichte, in der ein junges Mädchen so unzufrieden mit sich selbst und ihrer ganzen Situation ist, können sich bestimmt viele Mädchen dieses Alters identifizieren.
Ich empfehle dieses Buch auch den Jugendlichen, die einmal etwas anderes lesen wollen, denn eine Geschichte, welche auf den ersten Blick rein fiktiv scheint und unserem realen Leben letztendlich doch in so vielen Punkten gleicht, muss auf jeden Fall interessant sein.
Als Problemstelle dieses Buches sehe ich die lange Vorgeschichte, welche mich nicht so richtig ansprach. Diese Tatsache führe ich jedoch darauf zurück, dass dieses Buch bereits für Jugendliche ab zwölf Jahren (und bis maximal 16 Jahre) geeignet ist. Ich bin der Meinung, dass sich ältere Jugendliche kaum mit der Vorgeschichte identifizieren können.

Insgesamt halte ich es für eine sehr gelungene Geschichte ist, aus der man am Ende sogar etwas lernt. Da ich diese Tatsache als besonders wichtig ansehe, denke ich, dass dieses Buch auf jeden Fall lesenswert ist.

GaC, Schülerin Sek II
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 GaC, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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