GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Boie, Kirsten
Titel Geheimnis im Möwenweg
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-8337-2538-8 Reihe
Verlag Goya Lit bei Jumbo, Hamburg, 2010
Seitenzahl Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Audio-CD Gattung  Kindergeschichten
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Für Tara und ihre Freunde aus dem Möwenweg bricht die Faschingszeit an. Tara findet heraus, von wem sie die Valentinskarte, die in der letzten Folge eine Rolle spielte, bekommen hat, sie ist krank, versucht sich mit ihren Freunden im Filmdreh, genießt das winterliche Schlittschuhlaufen und ist eifersüchtig auf ein anderes Mädchen, das ihr ihre beste Freundin Tienecke auszuspannen scheint.
Beurteilungstext Die tolle Eröffnungsmusik von Jens Kronbügel heißt einen in dieser neuen Folge Möwenweg willkommen und stimmt auf eine weitestgehend fröhliche Kinderwelt ein. Sie ist so recht als Serienmusik geeignet und wird als Atempause nach mehreren Tracks variiert. “Geheimnis im Möwenweg” schließt an “Ein neues Jahr im Möwenweg” an und führt die Handlung insofern fort, als dass das Rätsel um die Karte, die Tara von einem Unbekannten zum Valentinstag bekommen hat, gelöst wird. Das Figureninventar ist das bereits aus den anderen Folgen bekannte, lediglich das sächsische Besuchsmädchen Heike tritt neu auf und führt wegen ihrer guten Beziehungen zu Tienecke zu dem Gefühl des Zurückgesetztseins bei Tara. Wie im wirklichen Mädchenleben scheint da eine Welt zusammenzubrechen, als Heike und Tienecke eine Bande gründen - ohne sie! Doch ganz ohne Arg schlägt Tienecke vor, einfach auch Tara mit in die Bande aufzunehmen, damit auch sie beim Videodreh mitspielen kann. Diese kleinen und größeren Eifersüchteleien und überhaupt Gefühle um gewünschte oder gelebte Freundschaft spielen in dieser Folge eine Rolle, denn auch die Valentinskarte ist nicht von einem Verehrer, wie angenommen, sondern von einem Mädchen aus Taras Klasse, das diese bisher noch gar nicht als an ihrer Freundschaft interessiert wahrgenommen hat. Dieses Orientierung an kindlicher Gefühlswelt trägt dazu bei, eine nur heile Reihenhaussiedlungsweltstimmung zu vermeiden - auch wenn sich jede Hörerin wünschen wird, ebensolche Kinder und Ersatzgroßeltern in der unmittelbaren Nachbarschaft zu haben und mit ihnen die Freizeit zu verbringen. Zumindest diese weitere Folge Möwenweg wird jedoch diese Sehnsucht fürs erste stillen.
Die helle Stimme Jenny Mieraus als 9-jährige Erzählerin Tara klingt authentisch, und es ist beeindruckend, wie sie Taras kleinen Brunder intoniert oder ihre Stimme für die Geschwister variiert. Die sächsische Heike klingt etwas überzogen, was der sprecherischen Leistung im allgemeinen jedoch keinen Abbruch tut.


Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 sr, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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