GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Lenk, Fabian
Titel Gefahr am Ulmer Münster
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Kunert, Almut
ISBN 978-3-473-34538-0 Reihe Die Zeitdetektive Bd. 19
Verlag Ravensburger, Ravensburg, 2010
Seitenzahl 156 Preis 7,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Kriminalerzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Wieder einmal haben sich die drei Zeitdetektive Julian, Kim und Leon mit ihrer Katze Kija in ein kriminelles Abenteuer gestürzt. Es geht um den Bau des Ulmer Münsters im Jahr 1398. Der Turm soll der höchste der Welt werden. Das aber wollen religiöse Eiferer verhindern, und so geschehen mysteriöse Dinge, wobei ein unheimlicher Mönch seine Finger im Spiel hat. Baumeister Ensinger erhält Drohbriefe, seine Baupläne werden gestohlen und zum Schluss wird auch noch sein Sohn entführt.
Beurteilungstext Das Buch wendet sich an geübte Leser, die sich für historische Themen interessieren, denn hier vereinen sich Spannung mit authentisch-historischen Fakten, was wohl das Prinzip dieser Reihe darstellt. Dabei wird das Leben und Treiben im mittelalterlichen Ulm detailliert beschrieben, inklusive Kleidung, Speisen, der Schulalltag in einer Lateinschule sowie die Wohnverhältnisse. Das Gleiche gilt für die minutiöse Beschreibung der handwerklichen Aktivitäten auf der Baustelle des Ulmer Münsters. Unbekannte Begriffe und sogenannte termini technici erscheinen im Text kursiv gedruckt und werden hinten im Buch in einem Glossar erklärt. Das ist natürlich ungeheuer bildend, führt jedoch zu einigen Längen in der Handlung und beeinträchtigt bisweilen die Spannung. Dennoch ist es bemerkenswert, dass die handelnden Personen tatsächlich existiert haben. Frei erfunden ist allerdings der religiös verbohrte Dominikanermönch Jakob, ebenso wie der gesamte Kriminalfall historisch nicht belegt ist.

Im gut recherchierten Anhang werden nochmals eingehend die historischen Fakten aufgezählt und überdies die Rolle des Dominikanerordens im Mittelalter erklärt, was zu einem besseren Verständnis der Handlung beiträgt. Vielleicht wäre es überhaupt angesagt, die Lektüre mit diesem Anhang beginnen zu lassen.
Da die drei Zeitdetektive durchaus Identifikationsfiguren sind, wird dieser Spaziergang durchs finstere Mittelalter mit Sicherheit seine Leser beeindrucken, auch wenn es bisweilen ein bisschen mehr "action" sein dürfte.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 bifi, Bayern

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund