GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Stine, R.L.
Titel Eiskalter Hass, er kommt dich holen
Übersetzer / Originalsprache Hierteis, EvaEnglisch
Illustrator Christoph, Silvia
ISBN 978-3-7855-6692-3 Reihe Fear Street
Verlag Loewe, Bindlach, 2009
Seitenzahl 156 Preis 7,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Melissa, Tochter reicher Eltern erfährt von den regelmäßigen Einbrüchen in der “Fear Street”. Derart für die Furcht sensibilisiert erlebt sie als Einzige die Geisterscheinung von Paul. Paul ist der aus der Zukunft in die Gegenwart tretende Geist des noch lebenden Paul. In seiner Not bittet der immer wieder erscheinende Geist das Mädchen Melissa, alles zu versuchen, dass der Mord, durch den er ums Leben gekommen ist, durch Kontaktaufnahme zu dem lebenden Menschen verhindert werden kann.
Beurteilungstext Die recht spannend geschriebene, aber weithin in einem absichtlich lässigen, jugendlich nachempfundenen Straßenjargon abgefasste Erzählung führt den Leser von einer Angstsituation in die andere. Im Vergleich mit den Werken von Steven King bleibt die Geschichte relativ ideenlos. Einzig die Vorstellung, dass sich der Geist eines ermordeten jungen Mannes mit seinem noch lebenden eigenen Ich in Verbindung zu setzen versucht, ist außergewöhnlich. Weil nur Melissa den Geist erkennen und mit ihm korrespondieren kann, wird sie sowohl von den Eltern, als auch von ihrem Freund Buddy für verwirrt gehalten. Das erhöht die Schwierigkeit, die Lebenden und eben auch den real existierenden Paul zu warnen.
Der Tote kennt den Hergang des Geschehens und weiß, wodurch es zu seiner Tötung kam. Sein Versuch, die Mörderin Melissa zu informieren und sie vor dem durch sie vollzogenen Mord zu bewahren, gelingt natürlich nicht, denn er ist ja auf diese Weise, die er zu verhindern sucht, ums Leben gekommen.
Trotz der abenteuerlichen Begebenheit und der Bemühung, den Spannungsbogen nicht abbrechen zu lassen,
fehlt aus den genannten Gründen die Logik der zugrunde liegenden Idee.
Die nach meinem Ermessen magere sprachliche Form und die an den Haaren herbeigezogene Geschichte führt mich zu dem Schluss, dem Buch das Urteil “eingeschränkt empfehlenswert” zu geben.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 frisch, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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