GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Matthews, L.S.
Titel Ein Hund fürs Leben
Übersetzer / Originalsprache Bean, GerdaEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-551-35760-1 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 192 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
Inhaltsangabe Eine schwere Krankheit hat den Bruder des Erzählers John Hawkins getroffen.
Sie löst in der Familie, die durch unbewältigte Trauer ohnehin verstört ist, Angst und Panik aus.
Aber John nimmt all seine Kraft zusammen und macht sich mit seinem Hund „Mouse“
– mit dem er und der mit ihm sprechen kann – auf einen langen Weg, um Hilfe zu finden.
Beurteilungstext „Ein Hund fürs Leben“ - was für ein abgedroschener Titel (zumindest für eine, die, wie die Rezensentin, auf der „Insel fürs Leben“ wohnt)
und doch : bei diesem Buch bekommen die Worte „fürs Leben“ eine unerwartete Tiefe.
Hier ist es tatsächlich ein Hund, der für gutes Leben steht; ein Leben,
in dem es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt,
in dem die Weisheit von Tieren und Kindern ernst genommen wird,
in dem es um Krankheit und Leid, um Träume und Mut geht.

Eine schwere Krankheit hat den Bruder des Erzählers John Hawkins getroffen.
Sie löst in der Familie, die durch unbewältigte Trauer ohnehin verstört ist, Angst und Panik aus.
Aber John nimmt all seine Kraft zusammen und macht sich mit seinem Hund „Mouse“ auf einen langen Weg, um Hilfe zu finden.
Ohne irgendjemanden zu benachrichtigen, brechen sie auf und begegnen
-einer unverantwortliche „Heilerin“,
-einem skrupellosen Wissenschaftler, der Tierversuche macht um reich zu werden
und keinerlei Gefühl für das Leiden der Tiere hat;
-einer Zigeunerfamilie, die nicht mehr ihrer Tradition gemäß leben kann,
weil „ordentliche und anständige Leute“ sie nicht in ihrer Nähe dulden wollen
und deren Familienzusammenhalt und Einfühlsamkeit beeindruckt und endlich
-dem Onkel David, der sich wirklich als der erhoffte Retter erweist.

Am Ende wird deutlich: Glück bedeutet, sich umeinander zu kümmern, miteinander zu reden.
Der Bruder wird gesund, die Familie kann über die bisher unbewältigte Trauer
um den verunglückten Vater sprechen und hält seitdem zusammen.

Das geht alles ein wenig glatt vonstatten: „Alles wird gut“.
Für die Zielgruppe allerdings (Kinder ab zehn Jahren) ist dieser Ausgang angemessen.
Die im Buch angesprochenen Probleme haben es in sich: Trauer, Todesangst, Einsamkeit, Gewalt... Lange hat man versucht, sie Kindern nicht „zuzumuten“ (dabei sind sie immer auch Betroffene!)
In diesem Buch ist es der Hund „Mouse“, der notwendige Leichtigkeit, Coolness und Humor
in die Geschichte bringt und dessen Treue unerschütterlich ist. Auf dem Titelbild sehen wir ihn, wie er besorgt und treuherzig seinen „Herrn“ anschaut, für den er der Schutzengel ist.
Und John Hawkins läuft ins Licht.

Unbedingt zu empfehlen, nicht nur für Jungs ab zehn!

Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 , Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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