GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Fuchs, Thomas
Titel Die unschlagbaren 3 auf frostiger Spur im ewigen Eis
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Krapp, Thilo
ISBN 978-3-401-06381-2 Reihe Die unschlagbaren 3
Verlag Arena, Würzburg, 2010
Seitenzahl 125 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Die zwei Brüder sind ein paar Tage bei ihrem erwachsenen Cousin Will zu Besuch. Dieser ist Agent. Davon wissen die Eltern nichts. Die Jungen erbetteln, dass sie bei dem nächsten Auftrag mitdürfen. Ein evtl. Ufo ist in der Arktis gesichtet worden. Alle geraten in gefährliche Abenteuer, zumal eine Spionin ebenfalls versucht, das Objekt zu bekommen und so alle in Lebensgefahr bringt. Das Ufo entpuppt sich als ein verlassenes U-Boot der Amerikaner. Will gelingt mit den Kindern die Flucht.
Beurteilungstext Das handliche Buch ist, gedruckt in relativ großer Schriftgröße, recht schnell auch für ungeübte Leser zu bewältigen. Spannend ist es auch. Aber der Inhalt ist äußerst unrealistisch. Ein Cousin, der Stuntman ist, in Wirklichkeit aber als Agent geheimnisvolle Aufträge von einer simpel erdachten Gesellschaft annimmt, ist doch recht unwahrscheinlich. Dies wird verstärkt, indem die Eltern der beiden Brüder ganz ahnungslos sind. Ja, hat man denn den Stuntman nie gesehen oder den Beruf nachgeprüft? Gibt man diesem Kerl die Verantwortung für seine Kinder und das für ein paar Tage? Nun gut, das interessiert die jungen Leser natürlich nicht. Da ist etwa die Mär von einem Ufo schon interessanter. Eigentlich klar, dass das geheimnisvolle Objekt in der Arktis kein Ufo sein kann. Klar auch, dass Helikopter nahe der Stadt nicht unbemerkt starten und in der Arktis landen können. Die Gefahr durch einen Eisbären und die glückliche Wendung ist dagegen im Bereich des Möglichen. Aber die Geschichte geht recht konstruiert weiter. Die den Beteiligten bekannte Spionin Frau Dr. Habicht sprengt nahe den Dreien eine Eisplatte, um so an das vermeintliche Ufo zu kommen. So wie ihr Äußeres als Bösewicht beschrieben ist, könnte sie aus einer Comicserie entstammen. Sie wird begleitet von fünf schwarz gekleideten Männern. Trotz der Warnung, dass auch sie selbst gefährdet wird, veranlasst sie eine weitere Sprengung. Ein U-Boot wird sichtbar. Natürlich ein amerikanisches. Mit den Amerikanern hat diese zwielichtige Gestalt ihre Probleme, was ebenfalls in das Klischee passt, wenn man das angedeutete Ende des Buches zugrunde legt. Ein U-Boot, von den Amis zur versuchten Unterquerung des Eises bis zum Nordpol ausgesehen, ist nach gescheitertem Auftrag liegen gelassen worden. Agent Will bringt es zum Fahren, als Museumsführer im Deutschen Museum in München konnte er sich die Kenntnisse beibringen. (Wenn das so einfach ist!) Jedenfalls glückt das Vorhaben, Hubschrauberpilot Charlie kommt zur rechten Zeit und sie werden von der Spionin auch ziehen gelassen. Die Kinder und Will steigen um und werden sicher nach Hause gebracht, während Frau Dr. Habicht wohl von den Amerikanern aufgegriffen werden wird. Nun denn, der nächste Auftrag wartet schon.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 RPTL, Rheinland-Pfalz

  in der AJuM Datenbank Ja
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