GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Thiemeyer, Thomas
Titel Die Stadt der Regenfresser
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-7855-6574-2 Reihe
Verlag Loewe, Bindlach, 2009
Seitenzahl 447 Preis 16,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hartpappe Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 12-13
Inhaltsangabe Der angebliche Sohn von Alexander von Humboldt begibt sich auf eine abenteuerliche Expedition bei der Dinge geschehen, die nicht ganz real sind. Die Mischung aus historischen und naturwissenschaftlichen Erkenntnissen mit fiktiven Abenteuern macht den Reiz dieses Romans aus.
Beurteilungstext Die Stadt der Regenfresser" ist ein klassischer Abenteuerroman. Schon nach wenigen Zeilen nimmt den Leser die Story gefangen, denn der Prolog beginnt schon gleich dramatisch. Danach entwickelt Thomas Thiemeyer Stück für Stück die Geschichte, die zunächst um die Jahrhundertwende in Berlin beginnt. Carl-Friedrich, der angeblich uneheliche Sohn von Alexander von Humboldt tritt in die Fußstapfen des berühmten Vaters und begibt sich auf eine Expedition in die peruanischen Anden. Zu seiner Reisebegleitung gehören seine jugendliche Nichte Charlotte und Oskar, ein junger Taschendieb, den er auf frischer Tat ertappt hat. Dann gibt es noch Eliza, eine Schamanin aus Haiti, die telepathische Fähigkeiten besitzt und deren persönliches Verhältnis zu Carl-Friedrich nicht ganz deutlich wird. Ist sie seine Geliebte, seine Haushälterin oder eine Freundin, die er von einer Expedition mitgebracht hat? Dies bleibt offen, ist aber für die Geschichte unerheblich, sondern regt im Gegenteil zu Spekulationen an.
Im Verlauf der Forschungsreise wird die Geschichte zunehmend phantastischer. Riesige Insekten müssen bekämpft werden und eine junge Frau, die in einem japanischen Kloster zur Kämpferin ausgebildet wurde, zeigt übermenschliche Kräfte.
Die Kombination aus Realität, historischen und geografischen Fakten und Fiktion ist dem Autor hervorragend gelungen.
Sehr hilfreich ist das Glossar in dem einige zentrale Begriffe erklärte werden, so dass die jungendlichen Leser Hilfe bekommen, Realität und Fiktion zu unterscheiden.
Durch die zarten Bande, die zwischen Charlotte und Oskar geknüpft werden, bekommt das Buch auch für jungendliche Leserinnen noch einen zusätzlichen Anreiz.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 GB, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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