GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Schwindt, Peter
Titel Die Rückkehr der Eskatay
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-473-35302-6 Reihe Morland
Verlag Ravensburger, Ravensburg, 2009
Seitenzahl 397 Preis 16,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantasy
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Tess, York und Hakon wachsen in völlig verschieden Umgebungen auf und haben so viel gemeinsam. Am Rande der Gesellschaft stehend sind sie auf der Suche nach ihrem Platz in ihr. Merkwürdige Fähigkeiten, die plötzlich auftreten, verwirren sie, und helfen ihnen doch in gefährlichen Situationen. Gehören sie wirklich zu den verfluchten Eskatay? Entsetzt von dieser Vorstellung und gleichzeitig fasziniert von den neuen Kräften, kämpfen sie ums Überleben.
Beurteilungstext Der erste Teil der Trilogie entführt den Leser in eine überwiegend düstere Welt. Die Gesellschaft in den Anfängen der Industrialisierung hat mit politischen und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die das Leben für einen Teil der Bevölkerung grausam hart und gefährlich macht. Dazwischen spielen immer wieder alltägliche Szenen die Illusion einer heilen Welt vor, der Versuch, ein wenig Normalität zu leben.
Die drei Jugendlichen werden jeder auf seine Weise plötzlich aus dem gewohnten Leben gerissen und müssen kämpfen, um nicht unterzugehen. Vertraute werden zu Feinden und Unbekannte zu Helfern. Sie müssen ihre neuen Kräfte meistern lernen und die Rätsel lösen, die ihre Herkunft umgeben. Dabei erkennen sie, dass gerade ihre Verschiedenheit zu ihrer Stärke wird.
Durchwoben wird die Handlung von den Ermittlungen des Chefinspektors Lennert, der eine Reihe mysteriöser Todesfälle aufklären soll und bald auf ungeahnte Widerstände in den eigenen Reihen stößt.
Im Prolog werden Ereignisse geschildert, deren Bedeutung erst im Laufe der Handlung allmählich hervortritt, aber im ersten Band nicht vollständig gelöst wird. Die Handlung selbst ist in etwa gleich lange Abschnitte ohne Titel gegliedert, von denen jeder aus der Sicht einer der vier Hauptakteure betrachtet wird. Sie verlaufen zeitgleich, anfangs nebeneinander, doch gibt es immer wieder angedeutete Berührungspunkte, die den Ablauf des Zeitrahmens nachvollziehbar machen. Der Autor zeichnet einfühlsam zuerst das Bild der verschiedenen Hauptpersonen, um dann in zunehmender Dramatik die Handlung sich entwickeln zu lassen. Ein vorläufiger Endkampf beschließt den ersten Teil, ohne die Spannung auf den zweiten Bad zu mildern.
Die sprachliche Gestaltung ist anschaulich, ein übersichtlicher Satzbau lässt einen flüssigen Lesestil zu. Trotz einiger Wortschöpfungen bleibt der Inhalt auch für jüngere Leser verständlich.
Obwohl einzelne Gestaltungselemente nicht neu sind, hat Peter Schwindt es verstanden, dem stark bearbeiteten Feld der Fantasy-Romane einen inhaltlich und pädagogisch interessanten Stoff hinzuzufügen, auf dessen Fortsetzung man gespannt sein darf.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 Aha, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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