GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor ZINK, Michelle
Titel Die Prophezeiung der Schwestern
Übersetzer / Originalsprache Ernst, AlexandraEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-570-13721-5 Reihe
Verlag cbj, München, 2009
Seitenzahl 412 Preis 17,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Die 17-jährige Lia entdeckt nach dem Tod des Vaters ein mysteriöses Mal an ihrem Handgelenk. Erst nach und nach wird ihr klar, dass es sie und ihre Zwillingsschwester als Teile einer uralten Prophezeiung ausweist, in der es um die Freiheit der Menschheit geht.
Beurteilungstext Fink hat ihre Erzählung am Ende des 19. Jahrhunderts in den USA angesiedelt. Nach dem frühen Tod der Mutter leben die Zwillingsschwestern Lia und Alice gemeinsam mit dem jüngeren, gehbehinderten Bruder, dem Vater sowie der Tante im Landhaus der wohlhabenden Familie. Allerdings findet das friedliche Miteinander mit dem Tod des Vaters ein jähes Ende, denn plötzlich erscheint auf Lias Handgelenk ein Mal, das sie nicht deuten kann. Als ihr dann in der väterlichen Bibliothek ein seltsames Buch in die Hände fällt, dass nur aus einer Seite zu bestehen scheint, gerät ihr Leben vollends aus den Fugen: Sie und die Schwester sind Teil einer uralten Prophezeiung, die eine ist das Tor für die Rückkehr des Teufels auf die Erde, die andere die Wächterin, die dieses Unheil verhindern soll. Und nach und nach stellt sich heraus, dass die vorgeburtlich festgelegten Rollen durch den Kaiserschnitt bei der Geburt teilweise umgekehrt wurden. Das verschärft nicht nur den Konflikt zwischen den Mädchen, sondern betrifft auch weitere Figuren, die mit ihre Aufgaben in der Prophezeiung haben.
Fink greift in ihrem Roman auf das schon seit der griechisch-römischen Antike bestehende Motiv der Zwillinge als besondere Kinder zurück und verbindet es mit unterschiedlichen Elementen der phantastischen KJL. So können die Schwestern – wie auch die im Laufe der Handlung hinzutretenden Helferfiguren – auf den „Schwingen“ in die „Anderswelten“ reisen: Während der Körper in der realen Welt verbleibt, gleitet die Seele in die Parallelwelten und kann dort u. a. mit längst Verstorbenen in Kontakt treten.
Alles in allem ist Finks Plot sicherlich nicht „der große Wurf“, aber eine unterhaltsame Erzählung ist allemal daraus geworden, auch wenn diese sicherlich an manchen Ecken etwas geraffter hätte sein dürfen. Man kann also auf die Fortsetzung gespannt sein.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 str, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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