GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Sortland, Björn
Titel Die Minute der Wahrheit - Roman über die Liebe und die Kunst
Übersetzer / Originalsprache Kronenberger, InaNorwegisch
Illustrator
ISBN 978-3-423-62413-8 Reihe Reihe Hanser
Verlag dtv, München, 2009
Seitenzahl 424 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Historische Erzählung
Zielgruppe 14-15
Inhaltsangabe Frida bekommt plötzlich Probleme mit ihren Augen. Die Diagnose der Ärzte ist bedrohlich, sodass sie beschließt, Norwegen für eine Europareise zu verlassen, um noch etwas von der Welt zu sehen, bevor sie vielleicht erblindet. In Florenz lernt sie Jacob kennen, der sich auf einer Kunstreise befindet.
Beurteilungstext Frida hat stechende Schmerzen in den Augen. Es ist eine Entzündung, bei der sie das Augenlicht verlieren kann. Das versetzt Frida in Panik. Sie möchte vor ihrer Erblindung noch etwas von Europa sehen, so dass sie sich ein Interrailticket kauft, um damit durch Europa zu reisen. Ihre Eltern, die getrennt leben, informiert sie nicht über dieses Vorhaben und macht sich allein auf den Weg nach Italien. In Florenz lernt sie Jacob kennen, der sich auch auf einer Rundreise befindet. Jacob ist kunstinteressiert und plant, eine Abhandlung über Kreuzigungsdarstellungen aus verschiedenen Epochen zu schreiben. Viele dieser Bilder möchte er sich auf seiner Reise durch Europa ansehen.
Die ersten Treffen sind eher zufällig, doch bald bilden die beiden ein Reiseteam und Frida erfährt sehr viel über Maler und die unterschiedlichen Kunstepochen. Sie ist fasziniert von Jacob und verliebt in ihn, aber sie weiß auch, dass Jacob eine Freundin hat. Die beiden reisen zu verschiedenen Orten und sehen sich die Kreuzigungsszenen an. Ihre Reise endet in Paris, der Stadt der Liebe, denn dort möchte Jacob sich mit seiner Freundin treffen. Fridas Augenprobleme werden intensiver, sodass sie auch schnell wieder nach Norwegen zurückkehren möchte.

Das Buch setzt an der Stelle ein, als Frida nach ihrer Rückkehr im Taxi vom Flughafen ins Krankenhaus sitzt und sich sofort in Behandlung begeben will. In mehreren Rückblenden wird dann ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Jedes Kapitel ist mit dem Wochentag, dem Tagesdatum und dem Monat überschrieben. Zwischen den Rückblenden gibt es immer wieder kurze Beschreibungen auf dem Weg ins Krankenhaus, die kursiv gedruckt sind.
Der Leser weiß also von Anfang an, wie die Geschichte endet.
Trotzdem ist der Weg zu diesem Ende sehr interessant und packend geschrieben. Und dieser Weg ist der Weg durch die Kunstgeschichte der Kreuzigungsdarstellungen. Der Leser bekommt sehr viele Informationen über die verschiedenen Künstler und Kunstrichtungen und die 34 Bilder selber, die im Mittelteil des Buches alle abgedruckt sind. Ein sehr informatives, aber auch kurzweiliges Buch für Jugendliche über die Kunst und die besuchten Orte, in dem das Thema ´Liebe` nicht zu kurz kommt.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 RE, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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