GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Vosseler, Nicole C.
Titel Die Caravaggio-Verschwörung
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-401-06067-5 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2009
Seitenzahl 490 Preis 18,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Historische Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe Eigebettet in die Geschichte der großen Gefühle zwischen der reichen Gewürzhändlerstochter Caterina und dem armen Riccardo wird hier der letzte Lebensabschnitt des großen Michelangelo erzählt. Dabei erfahren Leser wie auch Protagonisten, dass nichts ist, wie es scheint. Jemand hat es auf den wohl begnadetsten Künstler seiner Zeit abgesehen... Ein Historienthriller für Jugendliche mit Format.
Beurteilungstext Wer weiß schon viel über das Leben des Michelangelo? Man kennt ihn wegen der Kunstwerke, die er in Rom schuf. Die Sixtinische Kapelle wurde mit seiner Kunst berühmt. Er stand im Ruf, einen komplizierten Charakter zu haben und sich nicht zu waschen... Doch die wahre Person kennen nur wenige.
Dies ist der Stoff, aus dem Nicole C. Vosseler ihren Caravaggio erstehen lässt; einen großen Geist seiner Zeit - und doch in ihren Schranken gefangen, was letztlich seinen Untergang zur Folge hat. Dabei stellt die Autorin ihm mit den beiden Jugendlichen Caterina und Riccardo zwei ehrliche, furchtbar verliebte Jugendliche zur Seite, die auf den letzten Stationen seines Lebens zur Verlässlichkeit und Stütze avancieren. Und die gegenüber anderen Zeitgenossen einen entscheidenden Vorteil haben: sie nehmen den Künstler so, wie er ist und begreifen nach und nach, welch hervorragende Kunstwerke er zu schaffen imstande ist. Indem der jugendliche Leser sich dergestalt indentifiziert, kann er auch die Beweggründe für das Handeln der Hauptfiguren nachvollziehen. Und so taucht man ein in die Zeit der Renaissance und ergreift Partei für den so sehr gesuchten und verfolgten Künstler. Fassungslos nimmt man sein Ende hin, das kein wirklich erstrebenswertes Ziel ist, liegt doch tatsächlich der Verdacht nahe, es habe sich um Gift gehandelt... Plausibel erscheint es allerdings. Genau wie die Recherchen, die die beiden Jugendlichen danach auf eigene Faust und unter großer Gefahr für ihr eigenes Leben durchführen, um Klarheit zu erhalten.
Doch hier werden nun auch die anderen Nebensächlichkeiten wichtig: Werden die beiden zusammen bleiben? Werden sie ihre Eltern wiedersehen? Man wünscht es ihnen und ist doch traurig, weil man das Buch schon zu Ende gelesen hat...
Danke, Nicole Vosseler und mehr davon!
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 T-Lie, Thüringen

  in der AJuM Datenbank Ja
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