GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Icher, François
Titel Die Baumeister der Kathedralen
Übersetzer / Originalsprache Singh, StephanieFranzösisch
Illustrator
ISBN 978-3-86873-102-6 Reihe
Verlag Knesebeck, München, 2009
Seitenzahl 45 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Sachbuch
Zielgruppe 14-15
12-13
10-11
Inhaltsangabe Die kurze Zeit der Gotik im ausgehenden Mittelalter zeigt sich auch heute noch in der Gestaltung der Kathedralen. Mit welchen Mitteln haben die Menschen damals diese Höhe erreicht, dem Monumentalbau diese Leichtigkeit mitgegeben? Und vor allem: Wo kamen die Geldmittel her und der Wille, den Bau über mehr als ein halbes Jahrhundert bis zur Vollendung durchzuführen? Eine geschickte Aufteilung des Buches macht die Zeit für uns sehr lebendig.
Beurteilungstext Jedes zweite der 15 Kapitel wird personalisiert. François Icher erfindet Söhne von Bauhüttenmeistern, die mit ihren Vätern am Bau beteiligt sind. Fast nebenbei erfahren wir, welche Aufgaben zu erledigen waren und wie das geschah. Die anderen Kapitel sind für den Informationsteil zuständig. Geschrieben wird zweispaltig und so groß, dass auch Leseungeübte die kurzen Kapitel bewältigen können und vielleicht über das Interesse am Thema zum Lesen kommen können.
Begleitet wird das Sachbuch mit vielen Fotos von Kathedralen und von Gemälden aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Wappen von Zünften ergänzen ebenso wie ein Grundriss oder eine Skizze, um das Kreuzrippengwölbe deutlich zu machen, und zwei weitere im Stil von Macaulay, um die Schwierigkeiten beim Erstellen des Fundaments zu illustrieren. Originalbildern wird jedoch immer der Vorzug gegeben vor heutigen Erklärungszeichnungen: Transportflöße, Seilherstellung, Werkzeuge, Baumfäll-Arbeiten, Balkenbearbeitung, wachsende Kräne, Mörtel mischen, Gerüste und immer wieder Bilder von den Mächtigen der damaligen Zeit.
Eine gelungene Aufmachung ist das halbe Buch, sagt man übertreibend, aber wahr. Das gesamte Layout ist stimmig, vor allem auch das der Reihe "Weltgeschichte für junge Leser, dessen achtzehnter Band hier vorliegt. Das beginnt mit dem Titelbild in freundlichen Braun-rot-Tönen und geht durch die gelungene Mischung von Text und Foto weiter. Alles ist klar und übersichtlich gegliedert, die Kapitel sind kurz, der Wechsel zwischen Personalisierung und reiner Sachinformation gelungen - ebenso, wie die Gratwanderung zwischen Tiefe und Oberfläche, die nicht in Oberflächlichkeit ausartet.

Nicht nur, weil es ein Sachbuch ist, ist dies ein Buch, das auch Jungen gern lesen werden.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 uhb, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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