GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Twain, Mark
Titel Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn
Übersetzer / Originalsprache Krüger, LoreAmerikanisches Englisch
Illustrator Hauptmann, Tatjana
ISBN 978-3-257-00890-2 Reihe
Verlag Diogenes, Zürich, 2009
Seitenzahl 327 Preis 26,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 10-11
ab 18
Inhaltsangabe Die Abenteuer-Klassiker aus dem Jahr 1876 erscheinen hier in der Übersetzung des Aufbau-Verlags von 1962 in zwei schönen Bänden, die von Tatjana Hauptmanns Grafitzeichnungen in eigener Erzählqualität begleitet werden.
Beurteilungstext Die erzählte Zeit spielt vor 1850, in der Zeit, in der es noch Sklaverei in den USA gab, gerade als das Zündholz den US-Markt eroberte, und ich finde es außerordentlich erstaunlich, dass die Sprache Mark Twains auch heute noch von Kindern und Jugendlichen gelesen und verstanden werden kann. Das liegt sicherlich auch an der Übersetzung von Lore Krüger, aber mir liegen auch andere, ältere Übersetzungen vor, die ähnlich lesbar sind. Das und die Inhalte, die jedem Leser, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, Lesenswertes bieten, zeugen davon, dass es sich hier um einen wohl auch in Zukunft noch bestehen bleibenden Klassiker handelt.
Abenteuer, Humor, kindliche Naivität, Naturerleben und glaubhafte Charaktere sind Bestandteil der Romane. “Der volkstümliche Erzählton und die verbalen Eigenheiten des gesellschaftlichen Außenseiters Huckleberry Finn begründeten den hervorragenden Ruf des Buches...Mit Verhaltensweisen, die für Jungen zwischen acht und vierzehn charakteristisch sind, bietet sich Tom Sawyer verschiedenen Identifikationsbedürfnissen an. Dabei ist er jungen Lesern ähnlich, insofern er selbst Wünsche hat, und ihnen doch weit voraus, insofern er diese in der Welt des Romans verwirklichen kann.” (Lexikon der Kinder- & Jugendliteratur, Beltz, 1979)
Die lebendigen Zeichnungen Tatjana Hauptmanns führen ein Eigenleben, sie ziehen den Leser in eine romantische Szenerie, erinnern ein wenig an Amelie Fried (Der kleine Vampir), gehen aber über deren Karikaturen weit hinaus. Viele ihrer Bilder sind streng gerahmt, der Rahmen allerdings wird dann vielfach auch durch die dynamische (Bild-)Handlung durchbrochen.
Schuber und Halbleinen vollenden den Eindruck, dass es sich hier um alles andere als Gebrauchsliteratur handelt. Zwei Bände, die ehrenvoll ins Regal gehören und vielfach gelesen werden.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 cjh, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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