GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Langen, Annette
Titel Der kleine Herr G Ott oder wie die Welt ein bisschen besser werden könnte
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Lange, Katrina
ISBN 978-3-451-70995-1 Reihe
Verlag Herder / Kerle bei Herder, Freiburg, 2010
Seitenzahl 95 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Tagebuchroman
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Der kleine Herr G. Ott bekommt eines Tages Post: adressiert an Gott. Plötzlich ist er auf der Suche nach einer Antwort auf eine wichtige Frage.
Beurteilungstext Der kleine G. Ott lebt mit seinen Tieren ganz allein hoch oben in Wolkenstein. Eines Tages hängt an seiner Tür ein Zettel. Er stammt von Finja, einem neunjährigen Mädchen. Sie hält ihn für Gott und bittet ihn, dass ihr Vater nicht in das Land muss, in dem Krieg herrscht. Herr G. Ott hat in jungen Jahren selbst einen Krieg miterlebt und weiß deshalb, wie furchtbar ein Krieg ist. Er beschließt zu helfen, weiß aber zunächst noch nicht wie. Mit seiner Ziege Angelina steigt er ins Tal hinab. Er begegnet dort drei Bikern, die trotz ihrer Tätowierungen und ihrer Lederkleidung sehr nett zu ihm sind. Sie nehmen ihn mitsamt Ziege in einem ihrer Beiwagen mit nach Berlin. Mit einem Trick helfen sie ihm, in den Bundestag zu gelangen. Dort wird man wegen Angelinas Ziegengemecker auf ihn aufmerksam und er erhält so die Gelegenheit, Finjas Brief vorzulesen. Diese Szene aus dem Bundestag wird natürlich per Datentransfer über verschiedene Satelliten auf der ganzen Welt verbreitet und Herr G. Ott ist plötzlich berühmt und wird unversehens zu einem Botschafter für den Frieden. In einem kurzen Telefonat mit der Frau Bundeskanzlerin teilt er ihr persönlich mit, wie die ganze Welt in Frieden leben kann. Er sagt: “Behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden willst. Das ist die goldene Regel, so funktioniert`s!”
Auf höchst amüsante Weise erzählt Annette Langen, wie Menschen auf einfache Art und Weise in Frieden miteinander leben könnten. Sie macht deutlich, dass Frieden immer eine gemeinsame Angelegenheit ist.
Dieses anspruchsvolle Büchlein liest sich leicht und ist sehr unterhaltsam. Gleichzeitig liefert es eine Menge Diskussionsstoff, weshalb es im Religionsunterricht bei dem Thema “Frieden” oder “Weltreligionen” als praktisches Beispiel eingesetzt werden kann. Es ist ein Buch zum Selbstlesen und zum Vorlesen. Die wenigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen treten diskret in den Hintergrund. So macht Lesen Spaß!
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 RPSchiff, Rheinland-Pfalz

  in der AJuM Datenbank Ja
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