GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Bosch, Pseudonymus
Titel Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis
Übersetzer / Originalsprache Koob- Pawis, PetraEnglisch
Illustrator Völkers, Sabine
ISBN 978-3-401-06256-3 Reihe
Verlag Arena, Würzburg, 2009
Seitenzahl 316 Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Abenteuererzählung
Zielgruppe 10-11
Inhaltsangabe Kass und ihr neuer Freund Max Ernest sind einem Geheimnis auf der Spur, dass so gruselig ist, dass selbst der Titel des Buches geheim ist. Aber weil sie Freunde sind, richtig dicke Freunde, geht alles gut und die beiden Kinder kommen nach schier unglaublichen Abenteuern noch mal mit einem “blauen Auge” davon. Schade nur, dass ihnen ihre Geschichte keiner glauben will...
Beurteilungstext Wenn zwei besondere Menschen,manche sagen auch Außenseiter dazu, Freunde werden, dann ist es oft eine besondere Freundschaft, fruchtbar und verlässlich.
So ist es auch bei Kass und Max Ernest. Die beiden sind in ihrer Schule Außenseiter, Kass, weil sie überall herannahende Katastrophen sieht und Max, weil er immerzu redet und alles sehr rational betrachtet. Der Beginn ihrer Freundschaft ist alles andere als herzlich. Aber sie sind beide bereit, ungewöhnliche Gedanken bei sich und anderen zuzulassen. Das verbindet sie bald.
Kass interessiert sich für das Haus eines verstorbenen Zauberers, in dessen Hinterlassenschaft sich eine Schachtel mit mehreren Duftampullen findet, die Sinfonie der Düfte heißt. Als sie mit Max da einbricht überschlagen sich die Ereignisse. Ein sehr seltsames Paar taucht auf, das offensichtlich was sucht, was sie gerade gefunden haben. Kass ist mißtrauisch und will verschwinden. Kurze Zeit danach taucht das Paar in der Schule auf und wenig später ist ein Mitschüler verschwunden. Es ist nicht irgendeiner, sondern Benjamin Blacke, der einen Kunstpreis für seine Bilder gewonnen hat und ein verschrobener Kerl ist. Kass hat ihn kurz im Auto des Paares gesehen und hatte gemeint, in seinem Blick einen Hilferuf gehört/gesehen zu haben. Sie will ihn retten.
Die Geschichte beschreibt auf Nebenschauplätzen Menschen, die anders sind, anders fühlen als andere Menschen und dadurch Außenseiter sind. Es wird deutlich, wie wichtig es für diese Menschen ist, dass sie andere kennen,die verstehen, wie sie denken und fühlen. Der Leser wird neben der Spannung mit besonderen Gaben vertraut gemacht.
Die Spannung wird vom Autor immer wieder angeheizt, indem er den Leser direkt anspricht, und ihm empfiehlt, das Weiterlesen des Buches zu seiner eigenen Sicherheit lieber bleiben zu lassen.
Der negative Pol der Geschichte ist auf der Suche nach dem ewigen Leben. Er ist ausschließlich negativ und egozentrisch besetzt. Ewiges Leben und Schönheit werden als Ideal und einziges Lebensziel angestrebt, wobei jede Lebendigkeit bei diesem Ziel offensichtlich auf der Strecke bleibt. Da fragt man sich, wofür wollen die ewig leben?
Diese abenteuerliche, etwas phantastisch angehauchte Geschichte spricht durchaus wichtige Themen an und ist neben großem Lesevergnügen auch ein nachdenklich machendes Buch.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 KOST, Sachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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