GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Snow, Alan
Titel Der Mann mit den eisernen Socken
Übersetzer / Originalsprache Lecker, AnnEnglisch
Illustrator Snow, Alan
ISBN 978-3-414-82192-8 Reihe Die Monster von Rattingen
Verlag Boje, Köln, 2009
Seitenzahl 203 Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Im zweiten Band der “Monster von Rattingen” gelingt es Arthur noch immer nicht, zu seinem Großvater in die Unterwelt zurückzukehren. Es stellt sich heraus, dass die kriminelle Käsegilde Unterweltlinge wie Schachteltrolle, Kohlköpfe oder Trabdachse mit Hilfe von Margaretes Erfindung zu winzigen Wesen schrumpft und einen großen Unbekannten mit Käse füttert. Arthur gerät in die Gewalt des Greifers und seiner Käsegilde und lernt im Verlies des Zunfthauses den Mann mit den eisernen Socken kennen.
Beurteilungstext Auf den ersten sechs Seiten macht der Autor den Leser mit den Personen, Trollen und anderen Wesen seiner Buchreihe “Die Monster von Rattingen” bekannt und informiert kurz über die bisherigen Ereignisse. So kann sich auch jemand in die Geschichte einfinden, der den ersten Band nicht kennt. An skurril-witzigen Einfällen mangelt es auch diesmal nicht. Als Arthur sich ins Zunfthaus der Käsegilde schleicht, um die Freunde zu befreien, stößt er zum Beispiel auf ein Steinfries, auf dem Käselaibe in ihrem Ursprungsland herumtollen und auf Männerstatuen, gestiftet vom “Wissenschaftsrat für paranormale Laktose-Phänomene”. Er entdeckt eine unheimliche, komplizierte technische Konstruktion, mit deren Hilfe ein Käfig in ein Loch mit blubberndem Käse abgesenkt werden kann. Schließlich findet er die Freunde in einem verschlossenen Verlies.
Mit List und Tücke gelingt es Arthur, dem mit Tee und Kuchen abgefüllten schlafenden Greifer die Schlüssel abzunehmen und mit den befreiten Gefangenen zu fliehen. Doch seine Freiheit währt nicht lange. Es tauchen nämlich “irreguläre” Polizisten (sogenannte“Quiekser” ) auf Fahrrädern mit achteckigen Reifen auf. Die Geschichte wird immer seltsamer: Durch geheimnisvolle Fingerbewegungen und Codewörter geben sich der Greifer und die Polizisten als Gildenmitglieder zu erkennen. Arthur wird an die Käsegilde ausgeliefert und sofort ins Verlies ihres Hauses gesteckt. Jetzt wird es noch einmal richtig spannend, denn hier kommt es zur Begegnung mit dem wilden und starken Herbert in der Zelle nebenan, dem “Mann mit den eisernen Socken” . Randaliert Herbert und will alles kurz und klein schlagen, wird ein großer Elektromagnet an der Decke eingeschaltet und schwupp, hängt Herbert kopfüber mit den Socken an der Zellendecke! Mit Herberts Hilfe kann Arthur schließlich den Großvater anrufen. Überraschenderweise kennt der den Herbert von früher. Gerade will Großvater anfangen zu erzählen, da endet das Buch. Schade! Was damals geschehen ist, erfahren wir wohl erst im nächsten Band. Man darf gespannt sein.
Was das Buch so außergewöhnlich macht, sind die witzigen, phantasievollen, noch nie dagewesenen Figuren und die spannende Handlung, die voller unerwarteter Einfälle steckt. Auf jeder Seite sind unterschiedlich große, witzige schwarze Strichzeichnungen vom Autor eingefügt, die den Text auflockern und dafür sorgen, dass man sich alles besser vorstellen kann. Leider sind sie manchmal sehr klein und dadurch undeutlich. Die Geschichte ist flüssig und lebhaft erzählt, gut verständlich und übersichtlich gedruckt. Ein empfehlenswertes Buch für 8-11jährige Kinder, die Spaß an unglaublichen Dingen haben.
Website mit Ausmalbildern, Bastelbogen und allen Infos zum Buch: www.die-monster-von-rattingen.de
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Schü, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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