GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Fährmann, Willi
Titel Das erste Licht des neuen Tages Das große Willi-Fährmann-Lesebuch
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Chudzinski, Daniela
ISBN 978-3-570-13711-6 Reihe
Verlag cbj, München, 2009
Seitenzahl 143 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Anthologie
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Das große Fährmann-Buch enthält 13 sehr kindgerecht erzählte Geschichten, Legenden und Gedichte zu religiösen Themen, zu Brauchtum und zu menschlichem Verhalten gegenüber anderen Menschen und gegenüber Tieren. Da gibt es die Legenden von St. Martin und von der Heiligen Elisabeth sowie eine spannende Geschichte zu Barbarazweigen, die eine große Bedeutung für einen eingeschlossenen Bergman haben. Die letzte Erzählung berichtet von einem dankbaren Huhn, das seiner Retterin jeden Tag ein Ei schenkt.
Beurteilungstext Fährmann erzählt die bekannten Legenden so phantasievoll und spannend, dass die Kinder sicher gerne zuhören werden. Zum Teil wird durch Rahmenhandlungen die Verbindung zu unserer Zeit hergestellt. Bei feindlichen Auseinandersetzungen wird von den menschlichen Gefühlen und Bedürfnissen auf beiden Seiten berichtet. Die "Bienenschlacht" zum Beispiel schildert den Kampf der Bürger der Stadt Kissingen gegen ihre schwedischen Belagerer. Trotz tagelanger mutiger Gegenwehr ist die Stadt kurz davor, die Tore zu öffnen und die Schweden um Gnade zu bitten. Da hat ein junger Mann den Einfall, Bienenkörbe von der Stadtmauer zu werfen, damit die Soldaten ordentlich zerstochen werden. Der Leser freut sich, dass diese biologische Kriegsführung zum Erfolg führt. Auf der anderen Seite bewirkt der Bieneneinsatz bei den Schweden aber auch etwas Gutes. Oberst Reichwaldt, der schon lange von Gliederreißen geplagt war, wird ebenfalls von den Bienen zerstochen. Sein Pferd, auch durch Stiche gepeinigt, jagt um die Stadt herum und bleibt an einem Quellgrund stehen, wo sich der Oberst kopfüber ins Wasser stürzt. Sein Gliederreißen lässt fortan immer mehr nach, und er kann nicht sagen, waren es nun die Bienenstiche oder das gute Quellwasser bei Kissingen, was ihm so gut getan hat.
Verständnisvoller Umgang der Menschen untereinander steht immer im Vordergrund der Erzählungen. Auch Tiere kommen zu ihrem Recht. Franz sieht ein, dass ein Rotkelchen die Freiheit braucht und entlässt es aus der Gefangenschaft.
Stimmungsvolle farbigen Bilder von Daniela Chudzinski illustrieren die Erzählungen.
Schade, dass einige Tippfehler übersehen wurden. Der erste findet sich schon in der dritten Zeile.
Für Kinder von 8 bis 11 Jahren sehr geeignet.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Re, Bayern

  in der AJuM Datenbank Ja
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