GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Mass, Wendy
Titel Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst
Übersetzer / Originalsprache Küper, BarbaraEnglisch
Illustrator Zeichenpool, München
ISBN 978-3-570-13718-5 Reihe cbj
Verlag cbj, München, 2009
Seitenzahl 350 Preis 14,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
10-11
14-15
16-17
ab 18
Inhaltsangabe Kurz vor seinem 13. Geburtstag erhält Jeremy Fink eine Kassette, die von seinem inzwischen verstorbenen Vater durch einen befreundeten Boten per Post in Auftrag gegeben worden war. Das Kästchen, auf dem steht “Der Sinn des Lebens” muss mit vier Schlüsseln gleichzeitig geöffnet werden. Die Suche nach den Schlüsseln führt über viele Stationen, bei denen Jeremy und seine Freundin Lizzy spannende Lebensweisheiten erfahren.
Beurteilungstext Mit einer teils humorvollen, teils tief anrührenden und in jeder Hinsicht altersgemäßen Sprache erzählt die Verfasserin Wendy Mass die Geschichte der beiden seit Kindheit befreundeten Jugendlichen Jeremy und Lizzy. Ausgangspunkt ist die Holzkassette, die der Junge per Post erhält, auf der der Hinweis angebracht ist: “Für Jeremy Fink. Zu öffnen an seinem 13. Geburtstag!” Die Spannung bleibt durch die aufregende Suche nach den vier Schlüsseln, mit denen das stabile Kästchen geöffnet werden muss, von Anfang an bis zum Ende des Buches erhalten. Ein nächtlicher Einbruch in ein Büro, wo die beiden die Schlüssel zu finden hoffen, endet mit einer polizeilichen Festnahme und in dem Strafvollzug, der darin besteht, bei dem Antiquitätenhändler Mr. Oswald Hilfsdienste ableisten zu müssen. Dadurch werden sie mit Menschen zusammengeführt, bei denen sie wichtige und wunderbare Dinge über den Sinn des Lebens erfahren.
In einem Koffer entdecken sie unter mehreren Hundert Schlüssel drei, die zu dem Kästchen passen, der letzte taucht erst am 13. Geburtstag von Jeremy auf. Als er die Kassette öffnet, entdeckt der Bub einen ergreifenden Brief seines durch einen Unfall ums Leben gekommenen Vaters.
Erfrischend realistisch sind die Auseinandersetzungen von Jeremy und Lizzy, den beiden pubertierenden Jugendlichen, spannend die Gespräche mit den klugen Erwachsenen über Fragen wie: “Was ist Wirklichkeit?” - “Woher kommt das Leben?” - “Welchen Sinn hat das Dasein?” und liebevoll dargestellt die körperlichen Erfahrungen der beiden Heranwachsenden.
Man kann dieses herrliche Buch nur mit Gewinn in die Hände von Jugendlichen legen.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 frisch, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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