GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Reider, Katja
Titel Darf ich mitspielen
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Hebrock, Andrea
ISBN 978-3-8157-9253-7 Reihe
Verlag Coppenrath, Münster, 2010
Seitenzahl 24 Preis 11,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Drei Schweinchen sind eng miteinander befreundet. Jedes von ihnen hat eine besondere Fähigkeit, die den beiden anderen zugute kommt .Aber sie bleiben ganz für sich und finden das gut. Jedes der dreien macht später Bekanntschaft mit einem anderen Tier des Waldes und genießt die neue Erfahrung. Aber es dünkt sie als Vertrauensbruch, die Bekanntschaft zu vertiefen. Bei der Einladung zu einem Fest merken die drei, dass man auch dann enge Freunde bleiben kann, wenn man mit anderen spielt.
Beurteilungstext Schon der Titel verrät den Schwerpunkt des Bilderbuches. Auf der Rückseite des Bucheinbandes finden die Eltern unter dem Klappentext, der den Inhalt des Buches wiedergibt, einen Hinweis für die Übertragung der Verhaltensweisen unter Kindern. Das wäre wohl nicht nötig gewesen, aber der pädagogische Hinweis schadet auch nicht. Die drei kleinen Schweinchen sind natürlich vermenschlicht dargestellt. Sie tragen Kleider, aus denen sich folgern lässt, dass es sich um zwei Mädchen und einen Jungen handelt. Das eine Ferkelmädchen hat das Kochen übernommen, das andere die Blumenpflege und der kleine Ferkeljunge werkelt im Haus herum. Ob man in einem Bilderbuch das übliche Rollenklischee unter Männern und Frauen ebenfalls bedienen muss, ist zu hinterfragen. Die anderen Hauptpersonen sind vermenschlichte Tiere. Aber das stört in diesem Falle nicht, weil diese Tiere ja auch nicht wie Tiere des Waldes leben, sondern den Kindern verfremdet ihr eigenes Verhalten vor Augen führen. Die einzelnen Situationen sind in ansprechenden Farben dargestellt, so dass Kinder wohl gerne die einzelnen bunten Seiten betrachten werden. Die Idee, das Verhalten der drei Schweinchen in einem Verschen zusammenzufassen, ist gut. So kann man den kleinen Text öfter zusammen hersagen und ihn sich mit den Kindern einprägen. Verhalten sich dann die Kinder wie die drei Schweinchen zu Beginn der Geschichte, genügt es, wenn die Mutter/ die Erzieherin sie mit dem Verschen daran erinnert, auch andere Kinder in den Freundeskreis aufzunehmen. Schade, dass der erste Reim, den die drei Schweinchen immer sagen, um niemanden in ihren Kreis aufnehmen zu müssen, so holprig daherkommt. In der zweiten Zeile ist eine Silbe zu viel und das stört beim gemeinsamen Sprechen.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 RPTL, Rheinland-Pfalz

  in der AJuM Datenbank Ja
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