GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Lleweeyn, Claire
Titel DINOSAURIER
Übersetzer / Originalsprache Lutterbüse, Inaamerikan. Englisch
Illustrator Sheppard, Kate
ISBN 978-3-440-12110-8 Reihe
Verlag Kosmos - Franckh / Klee, Stuttgart, 2009
Seitenzahl 32 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Sachbilderbuch
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Dreizehn versciedene Dinosaurier stellen Fragen an einen imaginären Professor und erhalten von diesem eine Antwort in Briefform.
Beurteilungstext Was den - doch recht renommierten - Kosmos-Verlag bewogen haben könnte, dieses Buch herauszugeben, ist mir rätselhaft. Gibt es doch etliche sehr gute Kinderbücher über Dinosaurier , z.B. in der “Was ist Was”-Reihe des Tessloff-Verlags und auch eins vom Brockhaus-Verlag in der Reihe “Erste Lernschritte”! Die beiden genannten Bücher dienen mit Sachinformationen und möglichst naturgetreuen Darstellungen. Hier nun wird versucht das Interesse der Kinder an diesen Urzeitriesen zu wecken bzw. zu befriedigen, indem 12 verschiedene Exemplare unterschiedlicher Dinosaurierfamilien fiktive - und z.T. völlig absurde - Fragen an einen imaginären Professor Schlauvogel stellen, der dann in Briefform antwortet. Aus diesen Antworten lässt sich zuweilen durchaus etwas über Dinos lernen - nur: wozu diese unnötige “Verpackung”? Zwei Beispiele: Auf S. 4 lässt sich lesen. “Lieber Professor Schlauvogel, ich bin ein Diplodocus-Mädchen, das sehr auf sein Gewicht achtet. Aber seit kurzem explodiert es geradezu! Ich habe eine Tonne zugenommen... Ich esse zwar viel, aber doch nur Grünzeug. Fast Food esse ich nie! Was mache ich falsch? Vollschlank, von der Wiese “ Auf der folgenden Seite antwortet der Professor: “Liebe Vollschlank, du bist ganz normal. Diplodocusse müssen reichlich wachsen....Du bist zu groß, um von Raubdinos angegriffen zu werden. Und du erreichst das Futter ganz oben an den Bäumen. Das können nicht viele! Große Grüße Prof. Schlauvogel”
Zweites Beispiel: Auf S. 24 fragt “Will- kein- Freak-sein aus dem Wald” den Professor: “Ich bin ein Euoplocephalus-Weibchen. Ich mag meinen Körper, nur dieser riesige knochige Hubbel am Ende meines Schwanzes stört. Ich hasse ihn! Er ist schwer, hässlich...” und erhält zur Antwort: “Dein knochiger Hubbel heißt Keulenschwanz. Er ist eine gute Waffe zur Selbstverteidigung . Kräftige Grüße! Prof. Schlauvogel”
Man mag ja über die Vermenschlichung von Tieren verschiedener Ansicht sein - diese Texte nähern sich wohl eher dem Kitsch!
Auch die Illustrationen wirken wenig ansprechend. Die Darstellung der Jungtiere (z.B. auf S. 18/19) erinnert eher an Küken in der Legebatterie, die den Überlebenskampf verloren haben. Was lässt sich auch erwarten von einer Illustratorin, die sich selbst so fratzenhaft malt (Kate Sheppard auf S. 2).
Das beste an diesem Buch sind die beiden letzten Seiten: ein Glossar und eine Anleitung zur Aussprache der Dinosaurier-Namen und deren Bedeutung auf Deutsch. Hier kann man lernen, dass “Maiasaura” “Gute Mutter-Echse” und “Protoceratops” “Erstes gehörntes Gesicht” bedeutet. Aber wer kauft ein Buch um zweier Seiten willen?
Bewertung

 nicht empfehlenswert

Rezensent

 hewi, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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