GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Kolodny, Orith/ Bazzuro, Francesca,
Titel Berlin
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Bazurro, Francesca
ISBN 978-3-8157-8929-2 Reihe
Verlag Coppenrath, Münster, 2009
Seitenzahl 36 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Stadtführer
Zielgruppe 8-9
10-11
Inhaltsangabe Zwei französische Autorinnen lassen einen etwa zehnjährigen Emil durch Berlin laufen und fahren und einige der Sehenswürdigkeiten zeigen.
Beurteilungstext Das ist ein recht spezieller und eigenwilliger Stadtführer für Kinder, ein Bilderbuch im Querformat, dessen grafische Gestaltung aus dem Rahmen der üblichen Touristenbände fällt. Auf dem vorderen Vorsatzblatt zieht sich ein Stadtplanausschnitt vom Zoologischen Garten bis zum Fernsehturm/Ost, auf dem mit schwarzer Feder eingetragen ist, was Emil auf den folgenden Seiten besucht und besichtigt: den Zoo, den neuen Hauptbahnhof, den Stelenpark des Holocaust-Mahnmales, die Siegessäule, das Pergamonmuseum und die Reichstagskuppel.
Auf dem hinteren Vorsatzblatt gibt es kleine Erläuterungen, die noch einiges mehr enthalten, was bei Emils Zügen durch die Stadt nicht vorkommt wie das Jüdische Museum, das Technikmuseum, der Potsdamer Platz.
Zunächst wird Emil als Berliner Junge vorgestellt, der jeden Tag Biokost isst, nur am Wochenende Pommes mit Currywurst. Ein Rezept dafür findet sich auch auf dem Vorsatzblatt! Mit seinem Freund Jonathan baut er manchmal eine Mauer - aus Legosteinen. Diese zieht sich gezackt und mit schwarzer Tusche gezeichnet quer über das verschwommene Farbfoto von hohen Häusern. Hineingezeichnet ist der Checkpoint Charlie. geschickt wird bei Vorlieben eines zehnjährigen Jungen angesetzt, wenn in den großflächigen, doppelseitigen Bildern mal eine U-Bahn-Station mit Fahrkartenautomat, mal der Gang durch den Zoo, die Faszination für Züge, Autos und Motorräder gekoppelt wird mit teils gezeichneten, teils verschwommen fotografierten Ansichten Berlins, die in einer Art Collage angelegt sind. So liegt Emil im Pergamon-Museum vor dem Ischtar-Tor und zeichnet, während einzelne Figuren auf dem Bild herumspazieren.
Ein gutes Geschenk zum Neugierig-Machen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 uwo, Berlin

  in der AJuM Datenbank Ja
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