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GEW |
Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM |
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Autor |
Fast, Eva-Lotta / Götze, Jutta, |
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Titel |
Auf Reisen mit Pablo Picasso |
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Übersetzer / Originalsprache |
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Illustrator |
Dalg, Eva |
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ISBN |
978-3-8157-9525-5 |
Reihe |
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Verlag |
Coppenrath, Münster, 2009 |
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Seitenzahl |
127 |
Preis |
19,95 € (D) |
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Ausführung |
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Einsatzmöglichkeiten |
Büchereigrundstock für Arbeitsbücherei |
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Medienart |
Buch: Hardcover |
Gattung |
Sachbuch |
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Zielgruppe |
10-11 ab 18 |
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Inhaltsangabe |
In der ersten Hälfte erzählen die Autorinnen vom Leben Picassos, von seinen ersten Bildern, den vielen Frauen, dass er nicht schwimmen kann. In der zweiten Hälfte werden eine Fülle von Techniken, Malweisen, Stilarten beschrieben, die Picassos Genialität und Kreativität vor Augen führen. Immer folgt die Aufforderung, selbst auszuprobieren, was Picasso er- oder gefunden hat. Material und Ideen werden beschrieben, auch Picassos Malerfreunde fehlen dabei nicht. |
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Beurteilungstext |
Der etwas ulkig wirkende Griff am Buch erweist sich als Konzept: man sollte dieses Buch immer dabei haben. Es ist nicht wichtig, alle Daten aus Picassos Leben zu lernen, sondern mit seinen Ideen umzugehen, sie auszuprobieren und weiter zu führen. Anschauliche und erstaunliche Beispiele werden abgebildet, angefangen beim Bild des Stierkampfes, das er mit 8 oder 9 Jahren gemalt hat, über das Bild des Fünfzehnjährigen von seiner Mutter, das jede immer wieder auftauchende Frage, ob er denn überhaupt malen könne, eindrucksvoll widerlegt bis zu seinen nahezu völlig abstrakten Altersbildern. Weggelassen haben die Autorinnen die Erotica, was für ein Kinderbuch sicherlich sinnvoll erscheint, sonst aber werden alle Perioden und Ideen vorgeführt. Der Text ist leicht verständlich und behält durchweg seinen Aufforderungscharakter, lediglich einige Begriffe (die dann aber im Glossar erklärt werden) hätten für ein Kinderbuch vermieden werden sollen. Welches Kind kennt den Begriff Gouache? Ist der so wichtig? Oder Rhenalon? Dafür ist aber eine solche Kunststoffplatte im Anhang enthalten. Auch wenn Picasso ein Solitär war, so ganz unpolitisch, wie er hier beschrieben wird, war er nun doch nicht. Sein Monumentalwerk GUERNICA ist nicht entstanden, weil Picasso die Schreckensbilder eines kaum benannten Krieges nicht mehr losließen, sondern weil er explizit Stellung bezog, für die Republik, gegen Franco. Und nicht irgendwie ist Guernica zerstört worden, sondern Hitlers Legion Condor erprobte hier das Flächenbombardement, das einer der großen Schrecken des Zweiten Weltkrieges werden sollte. Auch den kleinsten Kindern, die mit einem solchen Buch beglückt werden, sollten derlei politische Informationen zugemutet werden. Schlimmstenfalls vergessen sies gleich wieder. Aber sie sollten sich nicht daran gewöhnen, dass ein kreatives Leben nichts mit Politik zu tun habe. Aber ansonsten: ein tolles Spaß- & Lehrbuch für alle ab etwa 10 Jahren. |
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Bewertung |
sehr empfehlenswert |
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Rezensent |
cjh, Berlin |
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in der AJuM Datenbank |
Ja |
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