GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Nilsson, Ulf
Titel Als wir allein auf der Welt waren
Übersetzer / Originalsprache Könnecke,OleSchwedisch
Illustrator Eriksson,Eva
ISBN 978-3-89565-212-7 Reihe
Verlag Moritz, Frankfurt, 2009
Seitenzahl 32 Preis 12,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
6-7
Inhaltsangabe Ein kleiner Ich-Erzähler lernt im Kindergarte gerade die Uhrzeiten kennen. Als sein Papa um drei Uhr noch nicht da ist, geht er allein nach Hause. Weil er denkt, etwas Schlimmes sei passiert, will er sich tapfer um den kleinen Bruder kümmern. Er baut mit ihm ein Haus, macht Teig, spielt Fernsehen und wird ganz traurig. Da kommen zum Glück die Eltern.
Beurteilungstext Eine anrührende, aber nie kitschig erscheinende Geschichte von zwei kleinen Brüdern, die in den Kindergarten gehen, wird hier in Worten und mit Bildern erzählt. Die farbigen Kreidezeichnungen stellen eine idyllische, aber herbstlich kahle Wohngegend dar. Bei manchen Umrissen wurde der Strich verstärkt, so dass die Kinder und ihre Handlungen stets im Mittelpunkt stehen.
Der größere der beiden Jungen(noch nicht mal sechs Jahre alt) - hier auch der Ich-Erzähler - lernt gerade die Uhrzeiten. Das kann man mit Hilfe des Vorsatzpapieres gleich mitmachen. Als sein Papa ihn nicht wie üblich um drei Uhr abholt, geht er allein nach Hause. Er kann nicht ins Haus und kommt sich sehr allein vor, er denkt sich aus, seine Eltern seien von einem Laster überfahren worden. Traurig, aber tapfer holt er den kleinen Bruder aus dem Kindergarten ab und kümmert sich liebevoll um ihn. Wie der Buchtitel schon andeutet, kommt es zu einer naiven Robinsonade. Der große Bruder errichtet symbolisch einen Fahnenmast und sagt damit :”Wir würden ohne Mama und Papa zurechtkommen”. Ein Holzhaus wird notdürftig errichtet, aus Moos und Tannenzweigen macht er Betten mit einer Laubdecke. Als der kleine Bruder vor Langeweile fernsehen will, gestalten beide einen alten Karton um. Zur Versorgung geht der Große ans Gemüsebeet und zum Ausleihen zum Nachbarn. Den selbst gerührten Teig naschen sie roh. Beim “Fernsehen” spielt der große Junge seine Sicht der Dinge übertragen auf Pingu und seine kleine Schwester, doch so etwas Trauriges will der Kleine gar nicht sehen und die Eltern kommen gerade zur rechten Zeit wieder. Sie erkennen, dass die Kinder zu früh aus dem Kindergarten weggegangen sind und alle sich riesige Sorgen gemacht haben. Zum Happyend gibts belegte Brote beim lustigen gemeinsamen Fernsehprogramm mit Kuscheln auf der Couch.
Die wundervoll einfühlsam geschilderte Geschichte ist toll zum Vorlesen und Gemeinsam-darüber-Reden geeignet!
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 verh, Hessen

  in der AJuM Datenbank Ja
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