GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Clark Venuti, Kristin
Titel Abschied von den Bellwaters
Übersetzer / Originalsprache Leonhard, WernerEnglisch
Illustrator Bomley, Lizzy
ISBN 978-3-941087-84-2 Reihe
Verlag Jacoby & Stuart, Berlin, 2010
Seitenzahl 216 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 10-11
Inhaltsangabe Dieses Buch erzählt von einer sehr chaotischen Familie, die zusammen mit ihrem Diener - der ihnen durch einen 200 Jahre alten Lehnseid verbunden ist - in einem Leuchtturm wohnen. Jedes Familienmitglied hat seine Eigenarten, die allesamt sehr exotisch sind - nur der Diener ist ein “normaler Mensch”, der mit diesen Marotten der Familie bis zur Beendigung seines Lehnseides auskommen muss.
Beurteilungstext Das Buch ist mit viel Witz geschrieben. Alleine die unterschiedlichen Charaktere der Familienmitglieder der Familie Bellwater lassen den Leser schmunzeln. Denn die Eltern scheinen überhaupt keinen erzieherischen Einfluss auf die Kinder zu haben, beziehungsweise lassen ihnen alles durchgehen und sind schlicht weg mit sich selbst beschäftigt. Im Gegensatz dazu haben die beiden jugendlichen Kinder einen Hang zu Verbesserung der Welt, dabei achten sie jedoch auch nicht auf die anderen Menschen um sich herum, sondern wollen ihren Vorstellungen nach die Welt verbessern. Lediglich die Drillinge der Familie verhalten sich wie Kinder ihres Alters, denn sie machen sehr viel Unfug - natürlich schlimmeren alles Kinder dies normalerweise tun - und achten auch nicht auf die Gefühle der anderen. Die Kinder lernen jedoch im Verlauf des Buches, dass sie auch Rücksicht auf andere nehmen müssen, da dass Leben nicht immer so weiterläuft, wie man es sich vorstellt. Diese Rücksichtnahme zeigt auch positive Auswirkungen auf die Umwelt, doch wie das Leben dann weiterspielt wird nicht verraten.
Das Buch ist in jedem Fall lesenswert. Durch das leicht offene Ende lässt es den Leser auf eine Fortsetzung hoffen, doch wirkt das Buch trotzdem als in sich geschlossen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 AB, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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