GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW
AJuM

Autor Carter, David A.
Titel 600 schwarze Punkte
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-414-82160-7 Reihe
Verlag Boje, Köln, 2008
Seitenzahl 18 Preis 24,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Pop-up-Buch Gattung  Spiel- und Bastelbuch
Zielgruppe 8-9
10-11
12-13
Inhaltsangabe 600 schwarze Punkte sind an sich schon ein Phänomen. Wo sie wohl vorkommen mögen? Ob es sich um die Maserung einer kleinen Dalmatinerherde handelt? Oder dann doch eher um Kieselsteinstreugut auf einer festgetretenen Schneefläche? Nein, es handelt sich um ein neues Pop-up-Bilderbuch von David A. Carter, in dem er - in bekannter Manier - zwischen zwei Buchdeckeln ein Feuerwerk der Papierkunst entzündet.
Beurteilungstext In David A. Carters neuem Bilderbuch stehen - der Titel verrät es bereits - 600 schwarze Punkte im Mittelpunkt des Interesses. Diese kleinen, nur scheinbar unscheinbaren Zeitgenossen tummeln sich auf den Seiten dieses dritten Teils von Carters Pop-up-Trilogie. Nach "1 roter Punkt" und "Die blaue 2" deutet der Titel "600 schwarze Punkte" zwar einen enormen quantitativen Sprung an, der sich jedoch als konsequente Weiterführung der ersten beiden Bände entpuppt.
600 schwarze Punkte sind über das Buch verteilt, aber sie sind natürlich nicht einfach abgedruckt, in langweiligen Mustern und Anordnungen, sondern sie tummeln sich auf eigens für sie entworfenen Gebilden, die sich in vollendeter Papierarchitektur aus den Seiten erheben, sobald das Buch aufgeschlagen wird. Und wieder wird der Betrachter nicht müde, die vielen, schier unglaublichen Einfälle des Konstrukteurs zu entdecken, ihre Formen zu erschließen und in ihnen die Welt zu erblicken. Unterlegt werden die Installation durch kleine Sätze, die den Gebilden einen Sinn geben und weiterhin über die Anzahl der auf der Seite zu findenden Knöpfe informieren.
"600 schwarze Punkte" ist ein weiterer Schatz der seit einiger Zeit boomenden Pop-up-Kultur. Zwar bringt es prinzipiell wenig Neues ein, doch besticht es mit seinem Ideenreichtum und der vollendeten Präsentation in der konkreten Umsetzung, bei der Carter ein weiteres Mal seine technische Fingerfertigkeit und seinen künstlerischen Feinsinn unter Beweis stellt.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 mr, Sachsen-Anhalt

  in der AJuM Datenbank Ja
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