GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Schreiber, Chantal
Titel Zwei L wie in Zwilling
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Bayer, Michael
ISBN 978-3-522-18177-8 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2009
Seitenzahl 219 Preis 9,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 10-11
Inhaltsangabe Die beiden Zwillngsschwestern Livia und Luzy sind wie Hund und Katze: Sie streiten sich fast ununterbrochen. Doch die Ereignisse im Internat Löwenthal lassen die harten Fronten bröckeln und bringen die Schwestern einander näher.
Beurteilungstext FRÜHER, als Kleinkinder waren die optisch und mental sehr unterschiedlichen Zwillingsschwestern “ein Herz und eine Seele”. Doch seit sie sich in der Pubertät befinden, hat sich das drastisch geändert: Lucy neidet der Schwester die Hochbegabung, mit der diese glanzvoll durch das Gymnasium spaziert und Livia wünscht sich die Spontaneität ihrer Schwester, mit der diese überall schnell die Herzen von Gleichaltrigen und auch Erwachsenen gewinnt. Der Umzug nach Löwenthal, wo die Großeltern leben und die Mädchen ein elitäres Internatsgymnasium besuchen, bringt Veränderungen nicht nur hinsichtlich neuer Freunde, sondern auch in Bezug auf die Einstellung der Schwestern zueinander. In einer dubiosen Diebstahl-Affäre helfen sie einander und kommen sich wieder näher.
Die Geschichte der so unterschiedlichen Zwillingsschwestern wird tempo- und abwechslungsreich erzählt. Die (zeitweiligen) Spannungen zwischen den Schwestern sind nachvollziehbar - bis beide merken, dass sie sich EIGENTLICH prima ergänzen können. Die beiden Haupthandlungsträgerinnen sind lebendig und variantenreich charakterisiert und auf Weiterentwicklung im Sinne einer emotionalen Annäherung angelegt. Auch die Nebenfiguren (vor allem die prächtigen Großeltern und die neuen Schulkameraden/innen) zeigen Profil und Klasse. Die dialogreiche, farbige Sprache gleitet trotz der schwesterlichen Attacken nicht ins Ordinäre ab.
Nicht überzeugen kann die merkwürdige Diebstahlgeschichte um den verkorksten Millionärssohn Philippe, in die die Zwillinge und ihr guter Freund Rollo hineingezogen werden.
Alles in allem eine spannende, tempo- und emotionsreiche Geschichte, empfohlen (vorwiegend) für Mädchen ab ca. 1o/11 Jahren.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 RPKie, Rheinland-Pfalz

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund