GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Gilbert Murdock, Catherine
Titel Wir Kühe
Übersetzer / Originalsprache Bean, GerdaEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-551-35839-4 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 271 Preis 6,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Klassenlesestoff
Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
14-15
Inhaltsangabe DJ Schwenk hat es nicht leicht. Seit ihr Vater sich die Hüfte gebrochen hat, kümmert sie sich um die Farm und die Kühe. Und dann ist da noch Brian Nelson, den sie eigentlich gar nicht mag, der jetzt aber auf der Farm helfen soll.
Beurteilungstext Die 15-jährige DJ hat mit der Farm seit dem Unfall ihres Vaters alle Hände voll zu tun. Leider bleibt da nicht viel Zeit für andere Dinge, auch nicht für die Schule. Sie droht daher in Englisch sitzen zu bleiben.
DJs Verhältnis zu ihrem Vater ist sehr kompliziert. Obwohl sie die ganze Arbeit übernimmt, hat ihr Vater immer etwas an ihr auszusetzen.
Doch in diesem Sommer ändert sich DJs Leben: Brian Nelson, der Footballstar der Nachbarschule taucht eines Tages auf der Farm auf um - nicht ganz freiwillig - bei der Arbeit zu helfen. DJ, die aus einer footballbegeisterten Familie stammt, kennt diesen arroganten Quarterback bereits. Trotzdem kommt es schließlich dazu, dass DJ den Sommer über mit Brian trainiert.
“Du bist wie eine Kuh.” (Seite 29) Dies ist der zentrale Satz des Buches. Er bringt DJ dazu, darüber nachzudenken, was sie vom Leben erwartet und was sie will. Dabei steht der Ausspruch dafür, ob man ein Leben lang den Forderungen anderer folgen will oder ob man auch mal die eigenen Wünsche in den Vordergrund stellt, auch wenn diese mit gegebene Konventionen brechen. Wird DJ Brians Rat folgen, auch wenn einer ihrer Wünsche ist selbst Football zu spielen und zwar an ihrer Schule, was sie zu Brians Gegnerin machen und ihre frisch entstandene Freundschaft gefährden würde?
Auf einer anderen Ebene zeigt die Geschichte mit DJs und Brians Familie zwei verschiedene Kommunikationsmodelle innerhalb einer Familie. Dabei ist keines der beiden Modelle die Idealversion.
Catherine Gilbert Murdock lässt ihre Hauptperson in einer Art Tagebuchstil erzählen. Dies erweckt beim Leser das Gefühl persönlich angesprochen zu werden und unterstützt eine Identifikation des Lesers mit der Erzählerin. Der mitreißende und humorvolle Schreibstil trägt außerdem zu einem flüssigen Lesevergnügen bei. Interessant ist auf jeden Fall auch der halboffene Schluss, der zwar Fragen offen lässt, aber trotzdem die Geschichte perfekt abrundet.
Wirklich eine schöne Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden mit vielen lustigen und unterhaltsamen Szenen.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 pic, Hessen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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