GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Abedi, Isabel
Titel Verbotene Welt
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-7855-6300-7 Reihe
Verlag Loewe, Bindlach, 2006
Seitenzahl 462 Preis 8,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 10-11
12-13
14-15
Inhaltsangabe Otis und Olivias Gemeinsamkeit besteht zunächst darin, dass beide ohne Väter aufwachsen und mit ihren Müttern besonders stark verbunden und von deren Lebensalltag abhängig sind. Das ändert sich schlagartig, als Otis von einem Klassenausflug zur Freiheitsstatue in New York nicht mehr zurückkehrt und Olivia, sich vor dem Jugendamt in Sicherheit bringen muss. In Reginalds verbotener Welt treffen sie aufeinander. Schnell merken sie, dass sie ohne Mut, Tapferkeit und Hoffnung für immer verloren sind.
Beurteilungstext Wer Isabel Abedi schon einmal bei einer Autorenlesung erlebt hat weiß, dieses Buch muss man lesen! Das neue Cover ihres im vergangenen Jahr erschienenen Romans "Verrückte Welt" mag manchen Leser zunächst verwirren, doch der Inhalt bleibt der Gleiche. Spannend und mit einer natürlichen pädagogischen Begabung weckt sie in den Lesungen das Interesse der Jugendlichen und manches Erwachsenen durch ein Rätsel um die bekanntesten Bauwerke der Welt, die sie in Miniaturform aus ihren Requisiten zaubert. Hier, zwischen Freiheitsstatue, Eifelturm, KaDeWe u.a. weltbekannten Gebäuden und Brücken spielt die Geschichte der beiden Hauptdarsteller, die mit ihren Müttern in den verschiedensten Orten der Welt leben, bzw. schon gelebt haben. Ihre Sprache, die so natürlich erscheint, als säße man ihr gegenüber, zieht den Leser vom ersten Wort an in seinen Bann. Sowohl Otis Situation in der Freiheitsstatue, als auch Olivia in ihrer Selbstverständlichkeit - trotz großer Hilflosigkeit - lassen den Leser mit der Geschichte verschmelzen. Sie versteht es den Spannungsbogen so zu steuern, dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann. Atemlos verfolgt man das Geschehen, erinnert sich möglicherweise an die beschriebenen Orte durch eigene Erlebnisse und hört und sieht das Ganze einem Film gleich vor dem inneren Auge geschehen. Geschickt flechtet sie kleine Details wie die gesuchte Öllampe in das große Ganze ein. Im Interview bekannte die Autorin, dass die Hauptfiguren für sie interessant sein müssen. Sie sollen Stärke und Schwäche zeigen und lernen, damit umzugehen. Dies ist ihr auch in diesem fantastischen Roman außerordentlich gut gelungen!
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 DRK, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
  Für namentlich oder mit Namenskürzel gekennzeichnete Beiträge und Beurteilungen liegt die presserechtliche Verantwortung beim jeweiligen Autor bzw. bei der jeweiligen Autorin.

Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
AJuM der GEW c/o Ulrich H. Baselau, Osterstr. 30, 26409 Wittmund