GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Militz, Philip
Titel Tom und die Schimpfwortpolizei
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Pannen, Kai
ISBN 978-3-8303-1143-0 Reihe
Verlag Lappan, Oldenburg, 2009
Seitenzahl 26 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Tom sammelt in seinem Notizbuch Schimpfwörter - sie können gar nicht “laut” genug sein, und am liebsten wäre er Dirigent eines großen Schimpfwortorchesters. Doch eines Tages steht plötzlich ein dicker Schimpfwortpolizist vor ihm. Ob Tom jetzt nie wieder fluchen darf? Aber auch einem Schimpfwortpolizisten platzt irgendwann der Kragen und Schimpfen kann schließlich auch Erleichterung bringen!
Beurteilungstext Toms ungewöhnliches Hobby wird sehr bildhaft dargestellt, denn obwohl in diesem Buch Schimpfwörter im Mittelpunkt stehen, findet man nicht ein unanständiges Wort in gedruckter Form. Dafür purzeln die verrücktesten Bilder aus Toms Mund: Blinde Fische, Trampeltiere mit drei Höckern und grünen Punkten, Flugdrachen mit Sägezahnnasen... Das aber wird der Schimpfwörterpolizei jetzt zu bunt. Und so kommt Kommissar Bitterbeck mit Schimpf- und Schande-Hörrohren, Anti-Schimpf-Seifenstücken und Fluchschrubbern, um sich über Toms “Luftverschmutzung” zu beschweren.
Das was er nun zu hören bekommt, ist zu viel für Bitterbeck. Trotz seiner langer Tätigkeit hat er so viele Schimpfwörter noch nie gehört und es sprudelt jetzt auch aus ihm heraus: eine ungewöhnliche Sammlung famoser Flüche, die Tom sofort in seinem Notizbuch notieren muss.
Danach fühlt sich Bitterbeck erleichtert, zu viel Ärger hatte sich beim ihm angesammelt. Und Tom freut sich: Schimpfwörter kann man teilen “...und wer teilt, hat Freunde”. Aber vielleicht - meint Tom - kann man die Schimpfwörter ja auch malen und rahmen lassen, dann sind sie wenigstens Kunst.
Na ja, das meinten die Autoren wohl auch. Ob das aber für ein Bilderbuch reicht, mag dahin gestellt bleiben. Die Illustrationen sind witzig und werden bei manchem Kind im Grundschulalter vielleicht Gefallen finden. Aber die Aussage der Geschichte bleibt unklar: Darf man nun Schimpfwörter benutzen? Oder doch besser nicht?
Mit Einschränkungen als Gesprächsanlass für die Auseinandersetzung mit dem Thema ist das Buch vielleicht geeignet. Wie aber Schimpfwörter auf Menschen wirken können, bleibt unerwähnt.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 htd, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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