GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Hulme / Wexler, John / Michael
Titel The Seems Der Schein F B Dranes erster Auftrag
Übersetzer / Originalsprache Gutzschahn, Uwe-MichaelEnglisch
Illustrator
ISBN 978-3-596-85314-4 Reihe
Verlag Fischer Schatzinsel, Frankfurt, 2009
Seitenzahl 333 Preis 13,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantasy
Zielgruppe 10-11
12-13
Inhaltsangabe Der zwölfjährige F.B. Drane bewirbt sich beim "Schein, einer Institution, die "die Welt am Laufen hält" (S. 13). Der Junge wird zunächst als "Informant" angenommen, nach einer geglückten Mission im Regenturm der Abteilung "Wetter" aber sofort zum "Reparanten" hochgestuft. Sein erster Auftrag als Reparant bringt ihn zur Abteilung "Schlaf, wo er im "Nickerheim" einen Virus eliminiert, der Schlaflosigkeit bei den Menschen auf der ganzen Welt erzeugt hat. Nach bestandenem Kampf feiern alle.
Beurteilungstext Der Hintergrund der Geschichte reicht für mehrere Fortsetzungen. Darauf deutet schon der Untertitel "F.B. Dranes erster Auftrag" hin. Zuerst muss allerdings geklärt werden, was es mit dem "Schein" auf sich hat. Mit einem wahren Feuerwerk fantastischer Einfälle bauen die beiden Autoren Hulme und Wexler einen riesigen Reparaturbetrieb jenseits der Realität auf, dessen Aufgabe es ist, Katastrophen auf der Erde, z.B. lang anhaltende Trockenheit, zu beheben oder von vornherein zu verhindern. Menschliche Helfer wie der zwölfjährige Amerikaner F.B. Drane sind dabei notwendig und meist erfolgreich. Wie bei "Harry Potter" gibt es auch hier einen Abweichler, den ehemaligen Reparanten Thibadeau Freck, der den Helden auf seine Seite ziehen möchte um die Welt ins Chaos zu stürzen. Abenteuerlustige Jungen und Mädchen werden von den Möglichkeiten im "Schein" begeistert sein, denn Drane hat nicht nur einen Doppelgänger ME-2, der ihn während seiner nächtlichen Arbeiten zu Hause vertritt, er kann auch Kontakt zu anderen Personen auf der ganzen Welt aufnehmen, überallhin fliegen und in den "Bewusstseinsstrom" eintauchen. Andererseits ist die Geschichte in Inhalt, Aufbau und Form überladen und unausgewogen. Am Anfang müssen zahlreiche Personen und Tätigkeiten genauer erklärt werden, z.B. Informant und Reparant. Dann unterbrechen verschiedene Rückblenden den Gang der Handlung, um Dranes Rekrutierung und sein Verhältnis zu Thibadeau Freck zu beschreiben. Das Ende wird durch fünf Anlagen hinausgezögert. Zuerst täuschen Anhang A, B und C durch "Begriffserklärungen" und Werkzeugerklärungen eine nicht vorhandene Wissenschaftlichkeit vor. Danach beurteilt Reparant Drane den Erfolg seiner Mission und den Schluss bildet ein persönlicher Brief der Personalabteilung am Schein-Platz 1, in welchem alle Interessenten zum Eignungstest eingeladen werden. Auch die Verwendung mehrerer unterschiedlicher Schrifttypen, von kursiv bis Großschreibung einzelner und ganzer Sätze, wirkt eher verwirrend als erhellend. Die Übersetzung von Uwe-Michael Gutzschhahn ist ordentlich, aber Wörter wie cool und hip bleiben unübersetzt.
Bewertung

 eingeschränkt empf.

Rezensent

 Sl, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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