GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Smith, Pete
Titel So voller Wut
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-8000-5486-2 Reihe
Verlag Ueberreuter, Wien, 2009
Seitenzahl 159 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Klassenlesestoff
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hartpappe Gattung  Roman
Zielgruppe 14-15
Inhaltsangabe Der Roman schildert die Chronik eines Amoklaufes.
Beurteilungstext Dieser Roman schildert die Chronik eines angekündigten Amoklaufes an einem Frankfurter Gymnasium. Im Mittelpunkt steht Jamal dessen Freundin aus Jux oder Langeweile eine Morddrohung an Schulen ankündigt hat. Sie wird relativ schnell entlarvt und so erfährt die Leserschaft sehr detailliert, welche Folge solch ein Vergehen nach sich ziehen kann. Da gibt es neben eigener Scham und dem Nervenzusammenbruch der Mutter auch noch sensationslüsterne Presseberichte und eine Gerichtsstrafe, die es in sich hat.
Parallel zu dieser Story gibt es dann noch das Onlinetagebuch von Marlon. Dies hebt sich auch durch den Druck in einem anderen Schrifttyp ab. Hier beschreibt er sein Seelenleben, den Tod des Großvaters und seine Hassgefühle gegenüber dem Vater und dessen junger Geliebten. Marlon fühlt sich verlassen und unverstanden von der Familie und seiner Umgebung. Er lebt immer mehr in der Welt eines asiatischen Schwertkämpfers und entwickelt einen ohnmächtigen Hass gegen alles.
Er nimmt den vorgetäuschten Amoklauf als Anlass, um es dieses Mal richtig durchzuführen. Minutiös kann der Leser diesen Ablauf an einem Schulvormittag aus der Sicht verschiedener Personen mit verfolgen. Mehrere Menschen müssen sterben, bis Jamal bemerkt, dass einer seiner Mitschüler heute fehlt. Da fällt es ihm wie Schuppen von den Augen und er weiß, wer der Mörder ist.
Pete Smith ist es gelungen mit diesem Roman ein Ereignis aufzugreifen, das man eigentlich nur aus der Presse kennt. Sehr lebensnah und detailliert schildert er diese Situation und schafft es so, das Grauenhafte darzustellen ohne sensationslüstern zu werden. Als Klassenlektüre ist es sehr zu empfehlen, da es Gesprächsanlass bietet über Ängste zu reden aber auch Lösungsvorschläge anbietet. So geht es in erster Linie darum, Aufmerksamkeit auf stille, schwierige oder auch aggressive Mitschüler zu lenken, ohne zu denunzieren. Auch diese Problematik wird in dem Roman angesprochen.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 GB, Nordrhein-Westfalen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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