GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Erika Berger & Lilo Wanders,
Titel Sex-Deutsch Deutsch-Sex
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-468-73222-5 Reihe
Verlag Langenscheidt, Berlin / München, 2009
Seitenzahl 128 Preis 9,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
für Arbeitsbücherei
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Wörterbuch
Zielgruppe 14-15
16-17
ab 18
12-13
Inhaltsangabe Die Deutschen sind verklemmt. Das wissen wir nicht erst seit Oswald Kolle, das wissen wir auch, weil die Wende nach der sogenannten "Sexuellen Revolution" sich sehr schnell wieder einstellte. Heute sprechen 60-jährige eher ungezwungener mit Kindern und Jugendlichen als diese zurück, werden Dinge beim Namen genannt. "Eher peinlich" - sagen die Kinder. Dabei ist die Aufklärung schon fast wieder sehr notwendig.
Beurteilungstext Das Buch, von dem die Rede ist, ist eher ein Büchlein, das in die Hemdenbrusttasche passt. Es teilt sich in "…VOR…, "…ENDLICH …" und "…IMMER?..." - zu ergänzen ist sinnvoll der Begriff "Sex, denn darum dreht es sich. Der Text teilt sich oft in zwei Spalten und in zwei Farben. Die Farbe bestimmt, ob Mann oder Frau spricht, die Spalten sind überschrieben mit: "Er sagt" und "Er meint, denn das ist / sei bei Männern nicht immer das Gleiche. Da beide Autoren "Frauen" sind, kommen die Männer meist nicht so ganz gut weg.

Andererseits werden Vokabeln geklärt (Milchfabrik = große weibliche Brust / unterfickt sein = sexuell unbefriedigt / kleines Volk = Sperma / pornflakes = Viagra), Situationen beschrieben und interpretiert (Schubkarre = Hierbei liegt die Frau auf dem Rücken …), Abkürzungen in Kontaktanzeigen erläutert (19x5 = Penisgröße / BBB = Brill, Bart, Bauch), Rekorde aufgelistet (Ibn Saud soll von seinem elften Lebensjahr an täglich drei Liebesbeziehungen gehabt haben - das sind in 62 Jahren rund 20.000), berühmte Paare vorgestellt (Tristan und Isolde, Bonnie und Clyde, Siegried und Roy) oder wie man seinen Partner wieder los wird ("Kochst du mir noch einen Kaffee, bevor ich gehe, oder kannst du das auch nicht?"). Kleine Piktogramme, Schattenrisse, Fotos oder gezeichnete Witze lockern den Text zusätzlich auf.

Ein Aufklärungsbuch will es nicht sein, ist es aber in weiten Teilen doch. Und notwendig ist es auch, vielleicht sogar überfällig.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 uhb, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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