GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Ehrhardt, Kari
Titel Reise mit Kaktus
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-551-58209-6 Reihe
Verlag Carlsen, Hamburg, 2009
Seitenzahl 288 Preis 13,00 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Taschenbuch Gattung  Adoleszenzroman
Zielgruppe 12-13
Inhaltsangabe Maja, 15 Jahre alt, ist etwas anders als ein durchschnittlicher Teenager. Ihre Einstellungen überdenkt sie, als sie mit anderen Jugendlichen ein Festival besucht. Maja merkt wie andere Jugendliche in der Pubertät, dass man sich neu finden muss ohne sich zu verbiegen.
Beurteilungstext Maja und Shawn waren einmal Freunde- aber diese Freundschaft scheint aus einem anderen Leben. Jetzt haben die beiden nichts mehr gemeinsam. Oder doch? Shawn lebte als obercooler Mädchenschwarm, bis er nach einem Autounfall an einer Teilamnesie leidet. Seine obercoole Rolle kommt dadurch mit abhanden.
Maja fühlt sich nach eigener Aussage eher wie 90. Sie hat nette, ältliche Damen zu Freundinnen und kaum Kontakt zu Gleichaltrigen. Weder ihre starren Ansichten noch ihr Geschmack passen zu einer typischen Jugendlichen.
Alles gerät ins Wanken, als Shawns Mutter Maja als alte Freundin dazu bringt, Shawn zu einem Festival zu begleiten.
Nahezu alle Jugendlichen überdenken ihre gespielte Rolle und finden einen Weg, authentischer mit sich selbst zu werden.
Maja ist als Protagonistin zum Beginn des Buches sehr schwer zu ertragen, so anders als gewohnt ist sie. “Das Leben ist gefährlich, sei vorsichtig, halte dich an strenge Regeln”, so beschränkt sie sich und gibt sich Halt. Sie hasst “jugendliche Lebenswelten. Ihr Selbstgefühl leidet unter einer auffälligen Gesichtsnarbe. Ihr bester Freund ist ein Kaktus. Ihn nimmt sie mit auf die Reise.
Shawn ist das Gegenteil, er lebt einfach und probiert sich aus ohne Rücksicht auf andere und sich selbst.
Die Entwicklung, die die beiden durch das Leben auf dem Zeltplatz und bei den Konzerten in wenigen Tagen durchmachen, ist interessant zu lesen.
Die beiden Ich- Erzähler wechseln sich beim Erzählen ab, dies wird bereits durch die Kapitelüberschriften deutlich. Oft gehen Gesagtes und Gedachtes weit auseinander,Wahrnehmungen sowie der Blick von außen ebenfalls.
Shawns Flüche beginnen mit einem Buchstaben und enden in Sternchen. Dies reizt, sie zu entschlüsseln.
Sprachlich trifft das Buch den Geschmack der Leser, Situationskomik lässt schmunzeln.
Fazit: Der Buchstart schwächelt, danach wird das Buch deutlich interessanter.
Nettes Lesefutter.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Fee, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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