GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Mauz
Emersberger
, Christoph
Helmut
Titel Mumpitz macht Theater
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Vogel, Sibylle
ISBN 978-
3-7017-2058-3
Reihe
Verlag Residenz, St. Pölten, 2009
Seitenzahl 44 Preis 13,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Erzählung
Zielgruppe 6-7
8-9
Inhaltsangabe Die Theaterkoboldin Mumpitz richtet morgens auf der für die Welturaufführung “Rudi und Trude” am Abend vorbereiteten Theaterbühne das totale Chaos. Anschließend zaubert sie zahlendes Publikum herbei. Da die richigen Schauspieler morgens nicht zur Verfügung stehen, zwingt sie damit den Theaterdirektor Minestrone zum 1. Mal in seiner Karriere selbst als Schauspieler zu agieren. Minestrone und seiner Assistentin Springinsfeld begeistert trotz aller Hindernisse das Publikum.
Beurteilungstext Die Handlung des Buches spielt sich in wenigen Stunden ab. Sie hat einen Bezug zur Lebenswirklichkeit der jungen Leser, die alle sicherlich bereits Theateraufführungen erlebt haben. Die Geschichte ist deshalb für Jungen und Mädchen geeignet. Die Geschichte lebt von den witzigen Übertreibungen. Die Satzlänge ist unterschiedlich. Kurze Aufzählungen und Wiederholungen von Satzteilen heben die Spannung. Die Handlung wird mit vielen lebhaften, kindgerechten Dialogen vorangetrieben. Abwechslungsreich und lautmalerisch werden die Verben benutzt. Ganz wenige Formulierungen sind in Deutschland nicht gebräuchlich.
Der Leser weiß von Anfang an, dass der Theaterdirektor und seine Assistentin eigentlich “lebensuntüchtig” sind, deshalb kann er die Verwicklungen amüsiert verfolgen. Außerdem ergänzen sich Text und Illustrationen hervorragend. Die aquarellierten Zeichnungen sind schwungvoll und farbenfroh. Die witzigen Übertreibungen des Textes werden durch die skurrilen Überzeichnungen aufgegriffen und sprechen den Betrachter schon beim Durchblättern des Buches an.
Der Theaterdirektor ist wie auf einer Kinderzeichnung dargestellt: kugelrunder Bauch mit Strichbeinchen und -ärmchen. Je nach Anlass schrumpfen oder vergrößern sich die Figuren auf den Bildern. Der Kater Attila sieht eher wie ein Monster aus und überragt seine Besitzerin auf einem Bild um ein Vielfaches.
Das Buch ist in Kapitel ohne Überschriften gegliedert, die nur mit dem optisch herausgehobenen ersten Buchstaben kenntlich gemacht werden. Der Druck ist altersgemäß, der Einband stabil. Zeichnungen eines Bühnenbildes sind auf den Vorsatzblättern vorne und hinten zu sehen. Das Titelbild ist ansprechend wie ein Theaterplakat gestaltet, die Koboldin wird in einem Medaillon abgebildet.
Ergänzt wird die Geschichte durch eine zweiseitige alphabetische Wörterliste. Begriffe aus der Theaterwelt werden erklärt und durch Querverweise aufgeschlüsselt. Die Geschichte kann jedoch ohne Nachschlagen gelesen und auch sehr gut vorgelesen werden.
Bewertung

 sehr empfehlenswert

Rezensent

 AB, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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