GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Schopf, Sylvia
Titel Mit dem spielen wir nicht
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator Tophoven, Manfred
ISBN 978-
3-219-11409-6
Reihe
Verlag Betz Annette bei Ueberreuter, Wien, 2009
Seitenzahl 14 Preis 12,95 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Bilderbuch
Zielgruppe 4-5
Inhaltsangabe Theo hat im Kindergarten ständig Ärger mit drei Jungen. Sie spielen ihm dauernd Streiche, hänseln ihn und hetzen die Kinder der Gruppe gegen ihn auf. Bei einem Ausflug in den Zoo ändert sich die Situation durch ein Gemeinschaftsspiel, das die Erzieherin anleitet und in dem allen bewußt gemacht wird, wie man sich als Außenseiter fühlt.
Beurteilungstext Die Außenseitersituation spitzt sich im Laufe weniger Tage im Kindergarten für die Hauptperson Theo zu. Den Lesern wird damit das Problem deutlich gemacht. Auch viele der Zuhörer (wenn das Buch vorgelesen wird) kennen wahrscheinlich Situationen, in denen sie sich anderen Kindern unterlegen fühlen, sich aber nicht trauen, Hilfe von Eltern oder Erziehern zu erbitten. Erst wenn die Situation von außen im Sinne des Kindes geregelt wurde, kann es darüber mit den Erwachsenen sprechen. Im Bilderbuch wird dieser Teufelskreis , in dem sich alle Beteiligten - die “Ausgegrenzten” und die “Schikanierer” - befinden, gut herausgearbeitet.
Die beiden Schlussseiten für die Erwachsenen am Ende des Bilderbuches sind deshalb überflüssig. Der “pädagogische Zeigefinger” ist nicht angebracht.
Die Sprache des Bilderbuchtextes ist altersangemessen. Die Dialoge sind abwechslungsreich. Es werden viele verschiedene, z. T. auch nicht so gebräuchliche Verben benutzt, damit erhöht sich der Spaß für den Vorleser.
Die ansprechenden Illustrationen tragen dazu bei, die dargestellte Situation klar zu machen. Die warmen Farben gehen über die ganzen Seiten, in die der Text in klarem Druck eingepasst wurde. Das Wiedererkennen der einzelnen Personen wird dadurch gefördert, dass die Kinder immer gleich angezogen sind. Auf den einzelnen Seiten gibt es viel zu entdecken, darüber kommen die Zuhörer schon ins Gespräch. Die illustrierten Vorsatzblätter am Anfang des Buches deuten das Problem an, die am Schluss zeigen die Lösung.
Das Titelbild macht neugierig. In dem Buchtitel “Mit dem spielen wir nicht” ist der Artikel “dem” fettgedruckt.
An den Illustrationen irritiert lediglich die Darstellung der Augen aller Personen. Die Erwachsenen und die Kinder reißen die Augen erstaunt bzw. erschreckt auf.
Dem Buch wünsche ich Vorleser. die die Kinder selbst Lösungen finden lassen.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 AB, Niedersachsen

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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