GEW

Eine Buchbesprechung der
Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien
der GEW

AJuM

Autor Heuck, Sigrid
Titel Meister Joachims Geheimnis
Übersetzer / Originalsprache
Illustrator
ISBN 978-3-522-20034-9 Reihe
Verlag Thienemann, Stuttgart, 2009
Seitenzahl 223 Preis 14,90 € (D)
Ausführung
Einsatzmöglichkeiten Büchereigrundstock
Medienart Buch: Hardcover Gattung  Fantastische Erzählung
Zielgruppe 12-13
14-15
16-17
Inhaltsangabe Ein Nachen wird von zwei Mönchen in die Mitte des Flusses geschoben oder an Land gezogen. Darauf liegt eine männliche Leiche mit einem Stück Papier unter dem Gürtel. Peter, ein 16-jähriger Junge, der das Gemälde "Heiliger Christophorus" von Meister Joachim Patinir betrachtet, will unbedingt wissen, was es mit der Leiche auf sich hat, und findet einen Weg, das Bild zu betreten und das Geheimnis des Malers zu lüften.
Beurteilungstext Die Erstauflage dieser interessanten Mischung aus Fantasiegeschichte und historischem Kriminalroman stammt aus dem Jahr 1989, was auch an der auf S. 14 erwähnten Währung "Mark" erkennbar ist. Peter, der Ich-Erzähler, betrachtet das ihn faszinierende Gemälde zunächst von außen und holt sich von der Freundin seiner Mutter und Lehrern Informationen über das ausgehende Mittelalter, Schiffsmodelle der damaligen Zeit und meteorologische Gegebenheiten. Natürlich spielt auch die Legende von Christophorus, dem Christträger, eine wichtige Rolle, denn nach ihm ist das Gemälde benannt und seine Gestalt füllt den Vordergrund des Bildes aus. Auch für die Leser sind all diese Erklärungen Puzzleteile zur Lösung des spannenden Problems, wer die Leiche auf dem Bild sein könnte. - Mit akribischer Genauigkeit hat Sigrid Heuck die Details recherchiert, was aus dem Anhang des Buches ersichtlich ist, der aus sehr umfangreichen biografischen Angaben, Literaturhinweisen und einem Verzeichnis der Abbildungen besteht. Diese Abbildungen sind fast ausschließlich Kupferstiche oder Zeichnungen von Albrecht Dürer, darunter auch vier Entwürfe des heiligen Christophorus, die Dürer für den Maler Patinir angefertigt hat. Das Gemälde, um das sich Heucks Geschichte rankt, ist teilweise auf dem Umschlag, in Gänze auf den Vorsatz - und Nachsatzblättern zu sehen, so dass sich auch der Leser davon gefangen nehmen lassen kann. Heucks Erzählweise ist spannend und ziemlich geradlinig. Man folgt Peter einfach auf seinem Weg zu Meister Patinirs Haus, wo die schöne Tochter Brigitta auf ihn wartet. Die Darstellung, wie Peter den Zeitsprung ins Mittelalter schafft, wirkt fast glaubhaft, so genau und scheinbar wissenschaftlich beschreibt die Autorin seine Vorbereitungen zur Aktivierung und Konzentration aller Sinne auf dieses Ziel hin.
Bewertung

 empfehlenswert

Rezensent

 Sl, Baden-Württemberg

  in der AJuM Datenbank Ja
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Die Rezension ist der Datenbank unter  www.ajum.de entnommen.
 
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